Mi., 11.12.2019

Shanty-Chor Gütersloh stimmt auf das Weihnachtsfest ein Im Heimathafen geankert

Seemännische Weihnachten: Mit einer Mischung aus festlichen Melodien und anrührenden Texten begeistert der Shanty-Chor Gütersloh am Sonntagnachmittag sein Publikum, das den Auftritt mit lautstarkem Beifall belohnt.

Seemännische Weihnachten: Mit einer Mischung aus festlichen Melodien und anrührenden Texten begeistert der Shanty-Chor Gütersloh am Sonntagnachmittag sein Publikum, das den Auftritt mit lautstarkem Beifall belohnt. Foto: Gabriele Grund

Von Gabriele Grund

Gütersloh (WB). Wenn die Weihnachtszeit naht, dann wird es selbst hart gesottenen Seeleuten warm ums Herz. Ein ganz besonderes „Schiff“ hat am Sonntagnachmittag in der weihnachtlich geschmückten Stadthalle festgemacht. An Bord war die Crew des Shanty-Chors Gütersloh, die im Rahmen ihres jährlichen Weihnachtskonzertes im Heimathafen geankert hat.

Mit ihrem großen Repertoire aus bekannten aber auch weniger bekannten Shantys  sowie traditionellen und maritimen Weihnachtslieder stimmten die 30 Sänger und sechs Musiker die mehr als 900 Besucher auf das bevorstehende Fest ein. Leinen los und volle Kraft voraus: Lieder rund um Liebe, Hoffnung und Wiedersehen, aber auch Wind, Sturm, Sehnsucht und Kameradschaft prägten das Konzert. Unter dem Motto „Noch drei Meilen bis Weihnacht“ präsentierten die Sänger unter der Leitung von „Kapitän“ Udo Stender im ersten Konzertteil die schönsten Shantys. Auch wenn die Meereserfahrungen der Sänger und Musiker sich vermutlich auf gelegentliche Kutterfahren und Schiffsreisen beschränken, so intonierten sie maritime Lieder wie „Gorch Fock Ahoi“, das kraftvoll intonierte „Blau und verlockend die Meere“, „Seemann, deine Heimat ist das Meer“, „Sieben weiße Segel“ und „Die Wolga fließt ins Abendrot hinein“.

Solist Rainer Quermann singt beschwingt „Ich träume so oft von St. Pauli“

Solist Rainer Quermann sang beschwingt „Ich träume so oft von St. Pauli“, Schlagzeuger Horst Bökenhans hatte bei „Delta Nord“ seinen großen Auftritt. Spürbarer Frohsinn erfüllte den Saal bei der Wiedergabe von „Und dann geht es mit Volldampf nach Hause“, das die Zuhörer fröhlich klatschend begleiteten. Das im Takt mit schunkelnde und  mitsingende Publikum war von der schönen Stimmung derart erfüllt, das es den Chor, die Solisten Horst Bökenhans, Rainer Quermann, Stefan Köhler, Dieter Rother und Udo Stender sowie Denny Thiesen und auch das kleine Begleitorchester nach jedem Lied mit lautstarkem Beifall belohnte.

Der jüngste Sänger ist elf Jahre alt

Der jüngste Sänger ist elf Jahre alt. „Wir hoffen, dass er uns und dem Gesang treu bleibt“, so Manfred Fleiter als zweiter Vorsitzender und Konzertorganisator der im Dezember 1992 gegründeten Gemeinschaft.  Moderator Stefan Köhler dankte Aktiven und Unterstützern für das Engagement. „Niemand kann einen Ozean überqueren, indem er auf das Wasser starrt. Niemand kann mit uns das Weihnachtskonzert feiern, wenn er hier nicht erscheint. Sie haben sich also alle richtig entschieden, mit uns wie in einer Familie zu feiern“, sagte Köhler.

Weihnachtsklassiker im zweiten Programmteil

Eröffnet mit einem neu einstudierten Lied „Noch drei Meilen bis Weihnacht“ war das Repertoire des zweiten Programmteils von besinnlich-weihnachtlichen Gesängen erfüllt. Eingestimmt von den zuvor besungenen Weiten der Meere, sangen auch die Zuhörer gerne Weihnachtsklassiker wie „Oh Du Fröhliche“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“.

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