Sa., 11.01.2020

Gütersloh: CDU gibt jahrelang verfolgtes Ziel auf – Bäume an B 61 bleiben erhalten Abschied von vier Spuren

Die Linden an der B 61 zwischen Gütersloh und Bielefeld sollen stehen bleiben. Die CDU rückt vom vierspurigen Ausbau ab.

Die Linden an der B 61 zwischen Gütersloh und Bielefeld sollen stehen bleiben. Die CDU rückt vom vierspurigen Ausbau ab. Foto: Carsten Borgmeier

Von Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 61 zwischen Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld hat bisher zu den wichtigsten verkehrspolitischen Zielen der CDU im Kreis Gütersloh gezählt. Dessen Aufnahme in den Bundesverkehrs-Wegeplan wurde unter anderem vom damaligen Ratsfraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus und Kreisfraktionsvorsitzenden Ludger Kaup immer wieder gefordert, gerne auch in Wahlkampfjahren. Die Gütersloher CDU-Ratsfraktion verabschiedet sich jetzt von diesem Ziel.

Der Presse teilt sie am Freitag mit, dass sie fortan gegen einen vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 61 zwischen Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh und Bielefeld ist. Fraktionsvorsitzender Heiner Kollmeyer wird in der Mitteilung zitiert: „Wir glauben, dass mit einer Ertüchtigung und Optimierung der Knotenpunkte an den Kreuzungen viel mehr erreicht werden kann, da sich dort die häufigen Rückstaue bilden.“ Durch eine Verlängerung der Abbiegespuren könnten hier beispielsweise wesentliche Verbesserungen geschaffen werden. In seiner Haushaltsrede im Dezember hatte Kollmeyer bereits eine Neubewertung des Ausbaus angekündigt.

Wenn die Straße verbreitert werden sollte, spricht sich die Gütersloher CDU in der Mitteilung für eine weniger aufwändige Lösung aus, die auch den Erhalt der Bäume an der Straße sicherstelle. Dabei sollte aus Sicht der CDU auch modernste Technik genutzt werden. „Als elegante Alternative erscheint uns zum Beispiel die dreistreifige ‚2+1-Variante‘ mit digitaler Steuerung der mittleren Spur, die je nach Verkehrsbelastung für eine der beiden Seiten freigegeben wird“, sagt Kollmeyer. Aus diesem Grund seien auch die Vermessungen vom Landesbetrieb Straßen NRW sinnvoll, ob der Baumbestand einen dreistreifigen Ausbau erlaube. Ein möglicher Radschnellweg sei von diesen Überlegungen nicht betroffen, da er in einem gewissen Abstand zur B 61 und nicht unmittelbar neben der Trasse verlaufen sollte.

Im vergangenen September haben 1500 Teilnehmer in einer Fahrraddemo gegen den vierspurigen Ausbau der B 61 protestiert.

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