Todesfall Mastholte: Anwalt zieht vor das Oberlandesgericht
Familie lässt nicht locker

Gütersloh (WB). Die Familie des bei einem Polizei-Einsatz im Juli 2018 in Rietberg-Mastholte gestorbenen Paderborners Pawel Iljenko lässt nicht locker: Nachdem deren Anwalt Alexander Kin (Hamburg) mit einer Beschwerde gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens bei der Generalstaatsanwaltschaft Hamm im Dezember scheiterte, zieht er jetzt im Auftrag der Angehörigen vor das Oberlandesgericht (OLG) Hamm.

Dienstag, 28.01.2020, 09:15 Uhr aktualisiert: 28.01.2020, 11:14 Uhr
Blumen und Kerzen an der Schillerstraße in Mastholte erinnern dort an den Tod des Paderborners. Foto: Carsten Borgmeier
Blumen und Kerzen an der Schillerstraße in Mastholte erinnern dort an den Tod des Paderborners. Foto: Carsten Borgmeier

„Wir haben dort vor wenigen Tagen einen entsprechenden Antrag gestellt“, so Kin am Montag auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. Seinen Angaben nach will die Familie des dreifachen Vaters und früheren Salzkottener Bauhof-Mitarbeiters erreichen, dass in dem mysteriösen Fall weiter ermittelt wird.

Generalstaatsanwaltschaft weist Beschwerde ab

Iljenko, der in Paderborn lebte, war am 10. Juli 2018 mit seinem betagten Mercedes-Kombi in Rietberg-Mastholte mit einer Panne liegengeblieben. Anschließend soll er randaliert und Anwohner mit Steinen beworfen haben. Der 46-Jährige soll total ausgerastet sein und konnte demnach nur von mehreren Polizisten zu Boden gebracht und fixiert werden. Dabei kollabierte und starb er.

Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass Iljenko am sogennaten Excited Delirium Syndrome starb. Die Angehörigen indes glauben, dass er durch massive Polizeigewalt ums Leben kam und dass dies vertuscht werden solle.

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