Di., 11.02.2020

Evangelisch Stiftisches Gymnasium: Neue Chemie-Räume fertig Viel Platz zum Experimentieren

Maria Hunfeld und Henning Schüler haben als Lehrkräfte den Umbau der Chemie-Räume am ESG maßgeblich koordiniert. An diesem höhenverstellbaren Abzug (rechts) können auch Schüler experimentieren, die im Rollstuhl sitzen.

Maria Hunfeld und Henning Schüler haben als Lehrkräfte den Umbau der Chemie-Räume am ESG maßgeblich koordiniert. An diesem höhenverstellbaren Abzug (rechts) können auch Schüler experimentieren, die im Rollstuhl sitzen. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Gütersloh (WB). Am Evangelisch Stiftischen Gymnasium (ESG) können jetzt auch chemische Experimente von Mädchen und Jungen ausgeführt werden, die im Rollstuhl sitzen. Entsprechend umgebaute, barrierefreie Unterrichtsräume mit höhenverstellbaren, Dämpfe absaugenden Abzügen und Experimentiertischen sind am Montag vorgestellt worden.

Es handelt sich dabei um zwei Unterrichts- und einen Sammlungsraum mit einer gesamten Nutzfläche von etwa 250 Quadratmetern. Neben der Barrierefreiheit galt es, den Chemie-Trakt auch energetisch sowie sicherheitstechnisch auf aktuellen Stand zu bringen, wie die ausführende Architektin Sandra Kleigrewe im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT erläuterte. Die Baukosten bezifferte sie auf insgesamt 1,44 Millionen Euro, „die zu 50 Prozent vom Land NRW getragen werden“, so Kleigrewe vom Architekturbüro Hauer.

Chemie-Unterricht jetzt barrierefrei

Durch den Umbau entstanden in den beiden, auf jeweils bis zu 32 Schüler ausgelegte Unterrichtsräumen große Experimentiertische und insgesamt neun der erwähnten Abzüge. Je ein Abzug pro Unterrichtsraum lässt sich dabei in der Höhe verstellen, so dass im Rollstuhl sitzende Schüler daran bequem ihre Versuche ausführen können.

Das Konzept dieser neuen Chemie-Räume geht maßgeblich auf die beiden Fachlehrer Sebastian Schüler und Maria Hunfeld zurück, die das neun Monate währende Bau-Projekt koordinierten. Um die Räume den modernen Ansprüchen anzupassen, wurden sogar Zwischenwände entfernt und der Flur um einige Meter verkürzt, um in dem Gebäudetrakt der 1970er Jahre den erforderlichen Platz zu gewinnen.

Zur offiziellen Einweihung begrüßte Schulleiter Martin Fugmann am Montagmittag an der Feldstraße auch Fritz Husemann vom Kuratorium des ESG sowie als Vertreter der Stadt Fachbereichsleiter Roland Thiesbrummel (Schule und Jugend) und Sozialdezernent Henning Matthes.

Großprojekt steht an

Während der Bauarbeiten hatten Schüler und Lehrer ihren Chemie-Unterricht in den Physik- und Biologie-Trakt verlegen müssen. Das Ergebnis entlohne aber nun für die Entbehrungen, wie Maria Hunfeld betonte. „Wir mussten nur ganz wenige Kompromisse eingehen“, meinte die Pädagogin.

An dem 1851 als Privatschule gegründeten und jetzt in Trägerschaft eines Kuratoriums geführten, öffentlichen Gymnasiums steht ein weiteres, großes Bauvorhaben an: Der alte, 1926 errichtete Haupttrakt samt Aula muss kernsaniert werden. Nach Auskunft von Vize-Schulleiter Thomas Rimpel dürften die Kosten dafür jenseits von zwei Millionen Euro liegen. Da auch in jenem Fall 50 Prozent vom Land übernommen werden sollen, müsse erst ein externes Gutachten erstellt werden.

Am ESG werden derzeit 1050 Kinder und Jugendliche von 85 Lehrkräften unterrichtet.

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