Gütersloh
Flashmob mahnt Flüchtlingshilfe an

Gütersloh (din) - Aktivisten des Bündnisses gegen Rechts, der Lokalgruppe Gütersloh-Oelde der Initiative Seebrücke sowie Angehörige des Arbeitskreises Asyl und der Flüchtlingshilfe haben die Ratsleute am Freitag auf deren Weg ins Rathaus per Flashmob an das Bündnis „Sicherer Hafen“ erinnert.

Freitag, 07.02.2020, 19:34 Uhr
Gütersloh: Flashmob mahnt Flüchtlingshilfe an

Auf Initiative der SPD hatte der Stadtrat im September vergangenen Jahres mehrheitlich beschlossen, die Stadt Gütersloh möge dem Bündnis Sicherer Hafen beitreten und sich bereiterklären, zusätzlich zur quotierten Aufnahme geflüchteter Menschen auch aus Seenot Gerettete sowie minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aufzunehmen.  Auch Politiker der SPD, der Grünen und der Linken beteiligten sich an der als Flashmob angekündigten Aktion.

Knapp 50 Teilnehmer bildeten ein Spalier und riefen „Wir haben Platz“, „Sicherheit für alle“ und „Ein Mensch ist nicht illegal“. Auf weiteren Plakaten stand „Die Würde des Menschen bleibt unantastbar“, „Heimathafen bieten statt Abschieben und Tod im Mittelmeer“. Daran beteiligten sich auch die „Omas gegen Rechts“, wie auf einem Schild zu lesen war.

In Schlafsäcke gehüllt legten sich zudem Elke Terkhorn-Schmidt und Ulla Schwenke vor den Rathauseingang. Beide sind in der Flüchtlingsbetreuung aktiv. „Wir wollen die Ratsleute daran erinnern, dass der Beschluss nicht in einer Akte verschwindet, sondern auch umgesetzt wird“, sagte Anne Haverland von der Seebrücke-Ortsgruppe der „Glocke“. An diesem Samstag gibt es unter dem Motto „Wir haben Platz“ einen bundesweiten Aktionstag. In griechischen Flüchtlingscamps harrten mehr als 40 000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen aus, darunter mehr als 4100 unbegleitete Minderjährige, so Haverland.

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