Unionsfraktionschef verlangt nach Corona-Ausbruch Aufklärung vom Fleischkonzern
Brinkhaus: Kein „Weiter so“ bei Tönnies

Gütersloh (WB/as). Der Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) kritisiert das Verhalten des Fleischkonzerns Tönnies in der Corona-Krise. „Das Hygienekonzept der Tönnies-Gruppe hat, so wie es aussieht, die Ausbreitung des Coronavirus nicht eindämmen können. Ich erwarte von den Eigentümern und dem Management der Tönnies-Gruppe, dass sie dafür die Verantwortung übernehmen“, sagte Brinkhaus dem WESTFALEN-BLATT.

Mittwoch, 17.06.2020, 22:14 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 22:44 Uhr
Ralph Brinkhaus (CDU). Foto: Thomas Starke
Ralph Brinkhaus (CDU). Foto: Thomas Starke

Brinkhaus: „ Der Corona-Ausbruch bei der Tönnies-Gruppe fügt den Menschen im Kreis Gütersloh riesigen Schaden zu.“

Er verlangte: „Der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung des Kreises Gütersloh sowie der Beschäftigten muss absolute Priorität insbesondere vor wirtschaftlichen Interessen haben.“

Brinkhaus weiter: „Auch das Argument einer etwaigen Gefahr für die Versorgungssicherheit rechtfertigt diese Gesundheitsgefährdung in keiner Weise. Dieser Corona-Ausbruch ist vor dem Hintergrund des vorbildlichen Verhaltens der Menschen im Kreis Gütersloh in der Corona-Pandemie nicht hinnehmbar.“

Der CDU-Politiker aus dem Kreis Gütersloh kündigte an: „Ich werde mich deswegen dafür einsetzen, dass die Ursachen für das Infektionsgeschehen vollständig aufgeklärt und transparent gemacht werden. Ein ‚Weiter so‘ mit dem Versprechen ‚Wir werden in Zukunft alles besser machen‘ kann es bei Tönnies im Interesse der Beschäftigten aber auch aller Menschen im Kreis Gütersloh nicht geben.”

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