Gütersloh
Grüne: Gitte Trostman auf Listenplatz eins

Gütersloh (ams) - Sie nimmt Kurs auf das Bürgermeisteramt der Stadt Gütersloh: Nachdem Gitte Trostmann schon im März zur Bürgermeisterkandidatin der Grünen gewählt worden war, hat sie sich am Samstag  - nach einstimmiger Wahl  - in der Stadthalle Listenplatz eins gesichert.

Sonntag, 21.06.2020, 21:08 Uhr aktualisiert: 21.06.2020, 21:31 Uhr
Gütersloh: Grüne: Gitte Trostman auf Listenplatz eins

Die 29 Wahlberechtigten votierten für die ersten drei Bewerber für die Reserveliste alle einstimmig: Maik Steiner und Birgit Niemann-Hollatz kamen Punktgleich auf Platz zwei.

In ihrer Bewerbungsrede verdeutlichte Trostmann ihre Ziele – und sparte nicht mit Kritik an den anderen Fraktionen im Gütersloher Stadtrat.

 „Im Juli 2019 gab es im Rat einen gemeinsamen Beschluss als Bekenntnis zum Klimaschutz“, sagte die Grünenpolitikerin. Aber „außer das schlechte Gewissen der anderen Fraktionen zu beruhigen“ habe dieser Beschluss nichts bewirkt. In Sachen Klimaschutz habe sich in Gütersloh zu wenig bewegt. Trostmann macht dafür andere Parteien verantwortlich. „Die CDU hat es zustande gebracht, im Umweltausschuss vor ein paar Wochen einen Antrag einzubringen, der die Freiflächen-Photovoltaikanlagen kategorisch ausschließt“, so die Grüne. Dabei habe dieser Beschluss unlängst festgestanden: „Auch die Erinnerung an den damaligen Beschluss hat sie nicht vor Scham rot werden lassen. Und gemeinsam mit BfGT und UWG gab es schlussendlich sogar eine Mehrheit dafür, den damaligen Beschluss zu kippen.“  Über den Klimaschutz hinaus wolle Trostmann Gütersloh zu „einem sicheren Hafen für Geflüchtete und in Not geraten Menschen“ machen.

„Wir wollen Tönnies haftbar machen“

Auch zum aktuellen Coronavirus-Ausbruch bei der Firma Tönnies bezog die Grüne Stellung: „Wir wollen Tönnies haftbar machen und Schadensersatz fordern, wo immer das möglich ist. Wir fordern den Landrat und die Landesregierung auf, hier zu handeln und die Optionen zu prüfen.“

Auf Platz zwei der Reserveliste wurde Maik Steiner gewählt – ebenfalls einstimmig. Seine Ziele beschrieb er mit „Vorrang für den Radverkehr, nachhaltige grüne Stadtentwicklung sowie Investitionen in die Zukunft“. Auf seiner Agenda stehen Themen wie der Schulausbau, der Umbau der ehemaligen Nachrichtenkaserne und die Nutzung des Flughafens als Gewerbegebiet. Auch die Innenstadt liegt ihm am Herzen. Hier sei Handlungsbedarf „insbesondere nach der Schließung des Karstadt-Warenhauses“. Steiner forderte: „Einen strikten Sparkurs können wir uns für eine gute Zukunft in Gütersloh nicht leisten.“ Außer den Kandidaten für die Reserveliste verabschiedeten die Gütersloher Grünen ihr Wahlprogramm und bestimmten die Kandidaten für die Direktwahlbezirke.

Die Reserveliste
sieht wie folgt aus: 1. Gitte Trostmann, 2. Maik Steiner, Birgit Niemann-Hollatz, 4. Marco Mantovanelli, 5. Ines Böhm, 6. Martin Noack, 7. Simone Bercht, 8. Jörg Füchtemeier, 9. Sara Pérez de Siles Fernández, 10. Ingo Klee, 11. Wibke Brems, 12. Can Erdal, 13. Tanja Plümer, 14. Thomas Dominikowski, 15. Gabi Diekötter, 16. Martin Sellenschütter, 17. Ina Krämer, 18. Bernd Nickella, 19. Daphne Seehaus, 20. Jens Hesse, 21. Ina Steiner, 22. Hans-Günter Mitschke, 23. Marion Brems, 24. Bastian Seehaus.

 Direktwahlbezirke:
  Simone Bercht (Wahlbezirk 10, GS-Kattenstroth), Birgit Niemann-Hollatz (20, R.-M-BK Kattenstroth), Hans-Günter Mitschke (30, A-F-GS Mitte), Tanja Plümer (40 Pavenstädt), Jens Hesse (50, Mitte), Gabi Diekötter (60, Mitte), Bernd Nickella (70, Mitte), Rainer Bethlehem (80, Blankenhagen), Ingold Klee (90, Isselhorst), Sara Pérez de Siles Fernández (100, Nordhorn), Thomas Dominikowski (110, Nordhorn), Martin Sellenschütter (120, Sundern), Maik Steiner (130, Mitte), Gitte Trostmann (140, Kattenstroth), Ines Böhm (150, Kattenstroth), Martin Noack (160, Spexard), Can Erdal (170, Spexard), Jörg Füchtemeier (180, Spexard), Marco Mantovanelli (190, Avenwedde), Daphne Seehaus (200, GS-Avenwedde-Bahnhof), Bastian Seehaus (210, Avenwedde), Wibke Brems (220, Friedrichsdorf).

 

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