Unions-Fraktionsvorsitzender zu den Folgen des Ausbruchs im Fleischkonzern Tönnies
Brinkhaus: „Die Situation in meinem Heimatkreis Gütersloh macht mich unglaublich traurig“

Gütersloh (WB/as). Der Uni­ons-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) hat sich am Mittwoch zu den Folgen des Corona-Ausbruchs bei Tönnies in seinem Bundestagswahlkreis Gütersloh geäußert.

Mittwoch, 24.06.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 24.06.2020, 19:32 Uhr
Unions-Fraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus (CDU). Foto: Thomas F. Starke
Unions-Fraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus (CDU). Foto: Thomas F. Starke

„Die Situation in meinem Heimatkreis macht mich unglaublich traurig. Wir waren im Kreis Gütersloh in den letzten Wochen und Monaten sehr diszipliniert und sind auch mit den Lockerungen verantwortungsvoll umgegangen. Das macht diesen Rückschritt umso bitterer. Gerade für die Familien ist diese Situation besonders schwer”, sagte Brinkhaus dem „Westfalen-Blatt“. Aber es gelte weiter: „Gesundheit geht vor.“

Brinkhaus erklärte, dass „wir alles dafür tun müssen, diesen Ausbruch so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen. Hier in Berlin wird mit großer Anteilnahme und Sorge auf die Entwicklung im Kreis Gütersloh geschaut. Es ist aber auch klar, dass wir jetzt eine große Verantwortung haben, dass sich das Pandemiegeschehen nicht noch auf weitere Regionen in Deutschland und Europa auswirkt.“

Es gehe nicht nur darum, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir weit über 1500 Menschen haben, die akut erkrankt sind . Deren Gesundheit muss jetzt Priorität haben. Mein Team und ich versuchen aus Berlin, aber auch im Wahlkreis zu helfen, wo wir helfen können. Ich sehe täglich, welche unglaubliche Arbeit insbesondere von den Verantwortlichen auf kommunaler Ebene geleistet wird. Ihnen allen gilt unser Respekt und Dank“, so Brinkhaus weiter.

Genauso wichtig sei ihm aber auch, „dass Ursachen und Verantwortlichkeiten für diese Katastrophe lückenlos und transparent aufgeklärt werden. Wir müssen daraus ohne Ansehen von Personen und ohne Ansehen von tatsächlichen oder scheinbaren wirtschaftlichen Interessen schnell politische Schlüsse ziehen und handeln. Ich will noch einmal betonen: Ein ‚Weiter so‘ kann und darf es nicht geben.“

Kommentare

Mechthild Brockschnieder  schrieb: 25.06.2020 09:11
Traurig?
Ob Trauer die gelungene Beschreibung für die jetzige Situation ist....?
Wer hat die ganzen Jahre zugesehen, nichts von dem, was jetzt stärker in die Öffentlichkeit rückt, war unbekannt.
Die Frage nach den politisch Verantwortlichen - profitierenden ? - für dieses Desaster ist die einzig angemessene Frage, aber nur in Verbindung mit klarem und eindeutigem Handeln für die grundlegenden Veränderungen in den Schlachtbetrieben deutschlandweit.
1 Kommentare
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