Nach Niedersachsen und Bayern – Ausnahmen mit negativem Test möglich
Auch Baden-Württemberg will Beherbergungsverbot

Gütersloh (WB). Auch Baden-Württemberg will Reisende aus dem nordrhein-westfälischen Corona-Risikogebiet nicht mehr im Land übernachten lassen.

Donnerstag, 25.06.2020, 09:33 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 10:04 Uhr
Gäste aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf sind für Übernachtungen in Baden-Württemberg bald nicht mehr willkommen. Ausnahmen gelten für Personen mit einem ärztlichen Attest das bestätigt, dass sie nicht coronainfiziert sind. Foto: dpa
Gäste aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf sind für Übernachtungen in Baden-Württemberg bald nicht mehr willkommen. Ausnahmen gelten für Personen mit einem ärztlichen Attest das bestätigt, dass sie nicht coronainfiziert sind. Foto: dpa

Das Beherbergungsverbot für Besucher aus einem Kreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen soll schnell in Kraft treten. Es gelte, sobald die Verordnung vom Sozial- und vom Wirtschaftsministerium notverkündet werde, teilte am späten Mittwochabend das Staatsministerium in Stuttgart mit.

Hintergrund ist der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh. In dessen Folge hatten Bayern und Niedersachsen bereits Beherbergungsverbote beschlossen, Schleswig-Holstein erließ eine Quarantäneregelung.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte die Bundesländer am Mittwoch aufgefordert, Menschen aus dem Kreis Gütersloh trotz des Corona-Ausbruchs Urlaub zu ermöglichen.

Grenze von 50 Neuinfektionen überschritten

Maßgeblich sei, ob die Zahl der Neuinfektionen in dem Heimatkreis der Betreffenden in den vergangenen sieben Tagen vor der Anreise pro 100.000 Einwohner höher als 50 war, teilte die Corona-Lenkungsgruppe des Landes Baden-Württemberg mit. Das Verbot beziehe sich dann auf Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und vergleichbare Einrichtungen.

Ausnahmen gelten laut Lenkungsgruppe für Personen, die mit einem ärztlichem Attest belegen können, nicht infiziert zu sein. Ebenso sollen Ausnahmen möglich sein, wenn der Infektionsausbruch in einem Landkreis räumlich klar eingegrenzt werden kann.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verteidigte unterdessen die beschlossenen Beschränkungen für Urlauber aus dieser Region. „Das sind schon Zahlen, die sprengen die sonstigen Verhältnisse deutlich“, sagte der Regierungschef über die hohen Infektionszahlen in den Gütersloh und Warendorf am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“.

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