Gütersloher Kaserne am Flughafen werden zum „Drive-In“-Untersuchungszentrum – mehrsprachige Hotline – mit Video.
Auf vier Reifen zum Corona-Test

Gütersloh (WB/cm/du). Lange Schlangen auf der Straße Richtung Marienfeld: Der ehemalige Flughafen Gütersloh wird zum Logistik-Standort für sechs Corona-Testzentren im Kreis Gütersloh. Von Donnerstag an können Menschen sich auch auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Marienfelder Straße testen lassen.

Donnerstag, 25.06.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 13:50 Uhr
Verena (11), Katharina (43) und Michael (44, von links) aus Schloß Holte-Stukenbrock haben seit 16.15 Uhr gewartet. Um 18.38 Uhr waren sie schließlich die ersten, die ihren Abstrich abgegeben haben. Sie brauchen ein negatives Ergebnis, weil sie am Samstag nach Schleswig Holstein in den Urlaub wollen. Foto: Christian Müller
Verena (11), Katharina (43) und Michael (44, von links) aus Schloß Holte-Stukenbrock haben seit 16.15 Uhr gewartet. Um 18.38 Uhr waren sie schließlich die ersten, die ihren Abstrich abgegeben haben. Sie brauchen ein negatives Ergebnis, weil sie am Samstag nach Schleswig Holstein in den Urlaub wollen. Foto: Christian Müller

Während der Probenentnahme können die Testpersonen im Auto sitzen bleiben. Auf vier Spuren können sie in den ehemaligen Hangar beziehungsweise in die alte Hubschrauberhalle einfahren, wo Mitarbeiter der Bundeswehr den Abstrich nehmen.

Testzentrum auf Kasernengelände

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Doch nicht nur die Bundeswehr ist im Zuge der Massentestung im Einsatz. Auch Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und viele weitere Helfer sind dabei. „Es kommt gar nicht darauf an, welche Farbe die Uniform hat. Die Zusammenarbeit aller Kräfte sei hervorragend“, sagt Kreis-Pressesprecher Oliver Eichstätt.

Nicht alle auf einmal

Wie viele Menschen sich engagieren, vermag er nicht zu schätzen. Es seien mehrere Hundert, vieleicht sogar mehr als 1000, sagt er. Insgesamt gibt es im Kreis Gütersloh jetzt zehn Testzentren. Geplant sind 10.000 Tests täglich. Im benachbarten Warenporf sind es fünf Zentren.

Zunächst sollen die Abstriche im Kreisgebiet bis einschließlich Sonntag gemacht werden, und zwar täglich von 8 bis 22 Uhr. Eichstätte appelliert an die Menschen im Kreisgebiet, nicht unbedingt noch am Donnerstagabend zu kommen, um so den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, die Abstriche möglichst geordnet abarbeiten zu können.

Mehrsprachige Hotline

Der Kreis Gütersloh weist darauf hin, dass er für Fragen eine kostenlose mehrsprachige Hotline geschaltet hat:

Rumänisch (Mo bis Fr 9 bis 18 Uhr): 05241/85-4513.

Bulgarisch (Mo bis Fr 9 bis 18 Uhr): 05241/85-4512.

Polnisch (Freitags 9 bis 13 und 14 bis 17 Uhr): 05241/85-4573.

...

Und wer informiert über das Ergebnis? Mitunter wollen die Getesteten ja einen schriftlichen Nachweis über einen negativen Test. Fakt ist: Das Labor in Bad Salzuflen, das die Abstriche auswertet, verschickt ein schriftliches Ergebnis per Post.

Die Testkapazität wurde inzwischen aufgestockt. Auch ein Kölner Labor unterstützt bei der Auswertung.

Wie der Kreis Gütersloh mitteilt, müssen auch privat Versicherte nicht selbst für die Kosten aufkommen. In den Diagnosezentren und bei den niedergelassenen Hausärzten mit Kassenzulassung kann man sich kostenlos testen lassen.

Informationen zum Infektionsschutz und Kontaktmanagement gibt es unter Tel. 05241/85-1700. Die Bürger-Hotline ist unter Tel. 05241/85-4500 zu erreichen.

 

 

Kommentare

tested  schrieb: 26.06.2020 07:48
super geklappt
Donnerstagabend um viertel nach neun mal geschaut ob was frei war,
nur ein Auto vor einem in der Schlange, Fachkräfte sehr freundlich und
kompetent, nach 15min wieder an der Marienfelder Str. gewesen.

Ein großes Lob an die Organisatoren und Fachkräfte vor Ort!
Schön wäre das Gelände/die Gebäude alsbald nachhaltiger zu nutzen,
statt beinah wirklich alles dem Erdboden gleich zu machen.

Es grüßt
Tested
Hermann  schrieb: 25.06.2020 20:39
Man hört nun von Menschen in Pflegeeinrichtungen, etwa im Kreis Lippe (hier liegt ein großes Labor, das das nun sprunghaft gestiegene Testaufkommen aus GT/WAF usf. bewältigen muss), die mehr als drei oder vier Tage auf Testergebnisse warten (lt. Laboren und WDR "Aktuelle Stunde" heute Abend: in aller Regel 24 Stunden). Hoffentlich sind diese besonders gefährdeten Menschen nun nicht ein Mal mehr die Verlierer in einer Gesellschaft, die stetig zunehmend vom "Recht des Stärkeren" geprägt zu sein scheint...es bleibt, allen einen schönen Urlaub zu wünschen!

Wir (sind aus dem Kreis LIP) versuchen unsere Urlaubs-Einreise nach Schleswig Holstein ohne Test...ob's gut gehen wird..?
2 Kommentare
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