Tönnies-Mitarbeiter wurde in seiner Heimat positiv getestet
Heimgekehrter Bulgare infiziert

Rheda-Wiedenbrück/Sofia (WB/dpa). Ein nach dem Covid-19-Ausbruch in der Tönnies-Schlachtfabrik heimgekehrter bulgarischer Mitarbeiter ist laut eines Fernsehberichts mit dem Coronavirus infiziert. Der Test auf das Virus sei positiv ausgefallen, sagte der Bürgermeister des südwestbulgarischen Beliza, Radoslaw Rewanski, am Donnerstag dem Fernsehsender bTV.

Donnerstag, 25.06.2020, 19:53 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 19:56 Uhr
Ein Tönnies-Mitarbeiter steht in Bulgarien unter Quarantäne. Foto: dpa
Ein Tönnies-Mitarbeiter steht in Bulgarien unter Quarantäne. Foto: dpa

Der Mann und seine Familie seien nach ihrer Heimkehr erneut auf das Coronavirus getestet worden, da sie, wie es hieß, die Ergebnisse der Tests in Deutschland nicht gewusst hätten.

Bei der Tochter des Infizierten seien dem Bericht zufolge Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen worden. Die dreiköpfige Familie steht nunmehr in Beliza unter Quarantäne.

Bulgarien will alle aus Deutschland zurückgekehrte Tönnies-Mitarbeiter ausfindig machen, um eine mögliche weitere Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Doch dies wird dadurch erschwert, dass die Behörden an der Grenze nicht erfahren, wer genau woher kommt, falls die Einreisenden das nicht selbst angeben. Zudem müssen Einreisende aus Deutschland in Bulgarien nicht mehr in Quarantäne.

In Bulgarien, das soweit relativ schwach von der Pandemie betroffen wurde, wurden bis Donnerstag insgesamt 4242 Coronavirus-Fälle identifiziert. Es starben 209 Infizierten.

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