Gütersloh
Reese tritt zur Bürgermeisterwahl an

Gütersloh (gl) - Mit Manfred Reese schickt die Gütersloher Linke ihren langjährigen Fraktionsvorsitzenden als Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl am 13. September ins Rennen. Er reiht sich damit in die Riege der Herausforderer von Amtsinhaber Hennig Schulz (CDU) ein.

Dienstag, 30.06.2020, 19:13 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 19:31 Uhr
Gütersloh: Reese tritt zur Bürgermeisterwahl an

Reese ist seit 2009 Ratsherr und Fraktionsvorsitzender. Laut Mitteilung hat er im Rat der Stadt zahlreiche Initiativen gestartet. Wichtige Anliegen sind ihm die Schaffung bezahlbarer Wohnungen und die Verbesserung der städtischen Finanzen durch zusätzliche Gewerbesteuerprüfer. Reese fordert konkrete Umweltschutzziele, damit Gütersloh klimaneutral wird. Zur Zukunft des ehemaligen Flughafens hat er ein Konzept zur ökologischen und nachhaltigen Nutzung vorgestellt.

Camila Cirlini ist Spitzenkandidatin

Mit großer Mehrheit bestätigte die Wahlversammlung Camila Cirlini als Spitzenkandidatin. Sie ist seit 2018 stellvertretende Kreissprecherin der Linken in Gütersloh. Mit Uschi Kappeler, Sprecherin der Linken im Kreis Gütersloh, habe sie 2017 das Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung gegründet, das durch diverse Aktionen und Proteste bundesweit bekanntgeworden sei, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Ich trete an für einen sozialökologischen Umbau, der die Themenbereiche Verkehrswende, Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz mit einbezieht“, beschreibt die Spitzenkandidatin ihre Ziele. Zudem engagiere sie sich auf den Gebieten der Arbeitnehmerrechte, des Kinderschutzes und der Armutsbekämpfung. „Ich stehe mit meiner Partei für eine antirassistische Gesellschaft, für demokratische Rechte, Freiheit und soziale Gerechtigkeit.“

Aktiv im Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung

Auf Platz drei der Reserveliste und mit guten Chancen auf einen Sitz im Rat folgt Margrit Dorn. Auch sie engagiert sich aktiv im Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung. Seit 2019 ist sie zudem Vorsitzende des Gütersloher Vereins Fairleben, der sich für Urban Gardening, nachhaltige pflanzliche Ernährung und Klimaschutz einsetzt. Die weiteren Plätze auf der Liste nehmen ein: Ludger Klein-Ridder (4), Laura Schanbacher (5) und Florian Baumann (6). Die Liste der Linken komplettieren Johann Roumee, Michael Riedel, Rudolf Schiedel und Franz Dowhan. Alle Kandidaten sind aktiv in Gewerkschaften, Linksjugend, migrantischen Vereinen, Sozialberatung, der Betreuung Geflüchteter, Friedensbewegung, antifaschistischen Gruppen sowie in Umwelt- und Tierschutzgruppen.

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