NRW-Freiwilligenregister: Viele Experten aus Gesundheitsberufen wollen helfen
345 Fachleute für den Corona-Notfall

Gütersloh/Düsseldorf (dpa). Im Corona-Notfall wollen Hunderte Fachleute aus Gesundheitsberufen in NRW – und hinterlegen dafür jetzt schon ihre Daten. Noch viel mehr Ärzte haben allerdings längst zugepackt – ohne auf eine Extra-Einladung zu warten.

Dienstag, 28.07.2020, 09:58 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 10:02 Uhr
Mehr als 300 Fachleute aus dem Gesundheitssektor wollen im Corona-Notfall helfen. Foto: dpa
Mehr als 300 Fachleute aus dem Gesundheitssektor wollen im Corona-Notfall helfen. Foto: dpa

345 Helfer aus Gesundheitsberufen haben sich bislang in das neue nordrhein-westfälische Freiwilligenregister für den Corona-Notfall eingetragen. Das berichtete die Ärztekammer Westfalen-Lippe auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Die Datei ist seit gut zwei Wochen online. Sie soll helfen, bei einem Corona-Versorgungsengpass schnellstmöglich Fachkräfte zu mobilisieren.

Seit dem offiziellen Start am 13. Juli hätten sich 292 Personen eingetragen, berichtete ein Sprecher der Ärztekammer. Darunter seien 38 Ärzte sowie Fachkräfte aus verschiedenen Gesundheitsfachberufen, wie Notfall- oder Rettungssanitäter, Hebammen, Pflegefachkräfte – und ein Pfarrer. Bis zum Start der Registers seien zudem bereits 53 Freiwillige mit einer Vorgängerversion erfasst worden.

2000 Ärzte registriert

Allerdings haben viele Fachkräfte gar nicht erst auf ein neues technisches Instrument gewartet, um ihre Hilfsbereitschaft zu bekunden. „Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich bei den Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe insgesamt knapp 2000 Ärztinnen und Ärzte registriert, die ebenfalls ihre freiwillige Unterstützung bei der Bekämpfung der Pandemie in Corona-Hotspots zugesagt haben“, berichtete der Berufsverband. „Zum Beispiel konnte dadurch die medizinische Versorgung in Hotspots wie Heinsberg oder Gütersloh unterstützt werden.“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bei der Vorstellung des Freiwilligenregisters versichert, mit einer Meldung sei keine Verpflichtung verbunden. „Es geht zunächst nur um eine grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung.“

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