Gütersloh
Aufbauarbeit läuft nach Brand auf Hochtouren

Gütersloh (eff) - Melanie Kaske vom gleichnamigen Sanitätshaus an der Kökerstraße telefoniert fast pausenlos. Der Warenbestand ist durch das Feuer im benachbarten Geschäft Elektro Zimmer in der Nacht zum Donnerstag unbrauchbar geworden.

Freitag, 07.08.2020, 17:43 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 18:16 Uhr
Gütersloh: Aufbauarbeit läuft nach Brand auf Hochtouren

An der Kökerstraße waren, wie berichtet, rund 30 Kubikmeter Styroporverpackungen in Flammen aufgegangen. Die Ermittler der Polizei gehen von Brandstiftung aus. „Wir arbeiten auf Hochtouren, damit wir unsere treuen Kunden zufriedenstellen können“, sagt die Juniorchefin des Sanitätshauses. „In den Verkaufs- und Lagerräumen kann man sich keine drei Minuten aufhalten, auch nicht mit Maske“, sagen die zwei immer noch geschockten Mitarbeiterinnen. Dazu kommen eine Angestellte, die derzeit im Home-Office arbeitet, sowie ein Auszubildender. „Er ist im Urlaub und weiß noch nichts von dem Feuer“, so Melanie Kaske.

Ware durch Rauch und Ruß unbrauchbar

Außer einer durch die Hitzeentwicklung gesprungenen Scheibe seien innen optisch keine Schäden erkennbar. Doch die hochwertigen Artikel aus dem medizinischen Bereich wie Bandagen und Kompressionsstrümpfe seien aufgrund der hohen Rauch- und Rußentwicklung nicht mehr zu gebrauchen. Für Freitagnachmittag hatte sich ein Sachverständiger im Sanitätshaus Kaske angemeldet, um die Auswirkungen des Brands festzustellen.

Suche nach Übergangsstandort

Jetzt richten sich alle Bemühungen darauf, den Betrieb möglichst schnell wieder aufzunehmen. Melanie Kaske und ihre Mutter Angelika sind deshalb auf der Suche nach einer Immobilie, wo es weitergehen kann. Der Zwischenstand gestern Mittag: „Wir haben etwas grob im Blickfeld.“ In der dritten Generation bietet das Sanitätshaus Kaske Produkte für die Gesundheit an. „Nach dem Brand haben wir viel lieben Zuspruch erhalten, und alle waren sehr hilfsbereit“, sagt Melanie Kaske. Auf den Schock am Donnerstagmorgen folgte Betriebsamkeit. Für die treuen Stammkunden und für die Familie, die das Unternehmen aufgebaut hat. „Denen bin ich schuldig, dass wir schnell wieder aufmachen“, betont die Orthopädiemechanikermeisterin und nimmt einen weiteren Anruf entgegen.

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