Gütersloh
Geschäftsinhaber finden Ausweichquartier

Gütersloh (gl) - Persönlicher Einsatz, intensive Unterstützung und auch eine Portion Glück: Das alles hat dazu geführt, dass gleich drei Geschäftsinhaber acht Tage nach dem verheerenden Feuer bei Electro Zimmer an der Kökerstraße guten Mutes sein können, schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Freitag, 14.08.2020, 18:22 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 18:46 Uhr
Gütersloh: Geschäftsinhaber finden Ausweichquartier

„Dreiviertel der Ware ist schon da, und wir sind vollständig handlungsfähig“, sagte am Freitag der Geschäftsführer von Electro Zimmer, Tobias Handwerk. Und das voller Tatendrang nach der Horrornacht vom 6. August. Im neuen Domizil am Kolbeplatz 10 stehen viele neu gelieferte Geräte schon an Ort und Stelle. Andere Einrichtungsgegenstände warten vor dem Eingang auf die Montage. Im neu bezogenen Geschäftsraum wird unter Hochdruck gearbeitet. „Ich bin gespannt, wie unser neues Geschäft angenommen wird“, sagt Tobias Handwerk und betont, wie froh er sei, dass es so schnell mit einer Ausstellung geklappt habe, „wofür wir uns nicht schämen müssen“.

 „Ja, wir hatten auch viel Glück“, gibt der Geschäftsführer zu. Am Abend des Brandtags habe er sich bereits mit dem Vermieter der Räume am Kolbeplatz geeinigt. Freundschaftlich verbundene Kollegen aus Cloppenburg hätten eine Ladeneinrichtung zur Verfügung gestellt. Miele und weitere Hersteller hätten Electro Zimmer trotz aller Schwierigkeiten in der Corona-Krise bevorzugt beliefert. Ein PC-Fachmann habe die Rechner und Server wiederhergestellt. Und die Mitarbeiter hätten bereitwillig Überstunden geleistet, auf freie Tage verzichtet sowie keinen Urlaub genommen. Nicht zuletzt freue er sich darüber, dass die treue Kundschaft durchweg verständnisvoll reagiert habe.

Der Brand hatte nicht nur bei Electro Zimmer den gesamten Warenbestand zerstört. Auch nebenan im Sanitätshaus Kaske war wegen der Verrußung nichts mehr zu gebrauchen. Deshalb mussten sich Juniorchefin Melanie Kaske und die Mitarbeiterinnen als Notlösung mit einer Garage hinter dem Geschäft arrangieren. Das wird ab Montag nicht mehr nötig sein, denn das Sanitätshaus zieht dann ins ehemalige Schuhhaus Kleekämper, Königstraße 40, um. „Der Vertrag wurde am Mittwoch unterschrieben“, verkündet Melanie Kaske mit einem optimistischen Lächeln. Zunächst werde man sich die Verkaufsflächen mit dem benachbarten Geschäft „Freude pur“ teilen, doch für Anfang September sei die Gestaltung der kompletten Verkaufsfläche ins Auge gefasst. „Neueröffnung ist dann Ende September“, so Kaske. „Wir haben schon eine ganze Ecke bestellt.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7535454?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F
Was ab Montag in NRW erlaubt ist
Als eine Lockerung der Corona-Auflagen erlaubt NRW ab Montag, dass der gesamte Einzelhandel wieder öffnen darf. In die Geschäfte kommen die Kunden aber nur mit Termin und für eine begrenzte Zeit. Call (oder Click) and Collect ist schon jetzt erlaubt – wie hier in der City der hessischen Stadt Offenbach.
Nachrichten-Ticker