Gütersloh
Wohnungen in bester Innenstadtlage

Gütersloh (din) - Das Gelände hinter dem markanten Altbau an der Moltkestraße 14 hat die Abbruchfirma Peitz abgeräumt. Dort entsteht ein Neubau mit neun Eigentumswohnungen. Und das ist noch nicht alles.

Freitag, 16.10.2020, 18:47 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 19:01 Uhr
Gütersloh: Wohnungen in bester Innenstadtlage

Die Architekten Thomas Herzog und Werner Kordtomeikel haben mit ihrer Bauträgergesellschaft mehrere Eisen in Gütersloh im Feuer. Das Muster ist immer ähnlich: An der Straße steht ein erhaltenswerter oder denkmalgeschützter Altbau, der fachgerecht saniert wird. Dahinter wird jeweils ein Neubau mit Wohnungen geplant oder – wie am Stadtpark – ein Einfamilienhaus. 

Am Freitag berichtete diese Zeitung über die Pläne für das Gelände an der Kökerstraße 10 mit der Gaststätte Fasan, die ab Herbst nächsten Jahres umgesetzt werden sollen. Aktueller und schon sichtbar ist das Bauvorhaben an der Moltkestraße. Dort rechnen Herzog und Kordtomeikel in Kürze mit der Baugenehmigung. Die Abbrucharbeiten sind weitgehend abgeschlossen. 

Außer einem Anbau vorn an der Straße, der früher die Immobilienfirma Schröder beherbergte, wurden auf dem rückwärtigen Gelände Garagen, ein Einfamilienhaus und ein kleines Fachwerkgebäude abgerissen. Die Fläche umfasst etwa 1150 Quadratmeter. 

Der Altbau von 1892, der an der Straße liegt, gilt mit seiner aufwändig gemauerten Fassade als erhaltenswert und prägt das Straßenbild. Er bekommt ein neues Dach und Holzfenster, spätere Verblendungen werden zurückgebaut. Im Altbau entstehen drei Wohnungen. Die beiden in den Obergeschossen sollen vermietet werden. 

Auf der linken Seite erhält der Altbau einen neuen modernen dreigeschossigen Anbau, der verputzt wird. In den beiden Obergeschossen liegen zwei kleine Wohnungen. Im Erdgeschoss befindet sich die Zufahrt zu einer Tiefgarage, die auf dem rückwärtigen Gelände unter dem Neubau angelegt wird. „Wir wollen die Zufahrt tarnen und in das Gebäude integrieren“, sagt Kordtomeikel. Die Tiefgarage wird etwa 13 Stellplätze haben. 

Der dreigeschossige Neubau wird als KfW-55-Energieeffizienzhaus errichtet. Er bietet Platz für neun Eigentumswohnungen, die, wie die beiden Wohnungen im Anbau, von der Volksbank-Tochter Geno-Immobilien vermarktet werden. Größe: zwischen 66 und 86 Quadratmetern. Einige seien reserviert, berichten Herzog und Kordtomeikel. Das Dach soll begrünt werden. 

Die Architekten rechnen mit einer Bauzeit von etwa 15 Monaten. Los geht es mit der Sanierung des Altbaus. Das Investitionsvolumen beträgt rund vier Millionen Euro. „Innerstädtisches Wohnen ist gefragt“, erklären die Bauherren. 

Am Stadtpark wird noch gewartet

An der Straße Am Stadtgarten 12 wollen Herzog und Kordtomeikel das inzwischen denkmalgeschützte Haus des früheren Gartenarchitekten Paul Roehse sanieren. Gegen die Genehmigung der Stadt für das in zweiter Reihe geplante zweigeschossige Flachdachgebäude mit rund 180 Quadratmetern Wohnfläche hat eine Nachbarin geklagt. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden wollen die Architekten abwarten.

Kommentare

Xavier  schrieb: 18.10.2020 08:55
Ich freue mich so sehr auf diesen Bau. Wir brauchen viel mehr Tiefgaragen, sonst sind die Straßen der Innenstädte voller parkender Autos. Aber noch einmal klagt ein Nachbar: Die deutschen Gerichte sollten diese Klagen schnellstens bearbeiten, sonst lähmen diese Klagen den Bau. Dann baut man von seinem Arbeitsort immer entfernter , so muss man ständig pendeln, dann sind die Straßen voll, mit Verschmutzung, Lärm, Unfällen,…
1 Kommentare

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