Gütersloh
7 von 23 Robinien werden sofort gefällt

Gütersloh (gl) - Auch in der Innenstadt müssen kurzfristig geschädigte Bäume gefällt werden. Es handelt sich dabei um Robinien. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung durch einen Sachverständigen für Verkehrssicherheit von Bäumen, die der Fachbereich Grünflächen in Auftrag gegeben hat.

Samstag, 21.11.2020, 08:32 Uhr aktualisiert: 21.11.2020, 09:01 Uhr
Gütersloh: 7 von 23 Robinien werden sofort gefällt

Die Fällungen sollen bis zum ersten Quartal 2021 erfolgen. Sieben Bäume müssen aufgrund ihres Zustands bereits in der kommenden Woche weichen. 

Hintergrund und Auslöser für die Untersuchung war ein Schadensfall im Sommer dieses Jahres, bei der eine belaubte Robinie im Bereich des Veerhoffhauses an der Berliner Straße unvermittelt umgestürzt war. Der Baum wies nach außen hin keine erkennbaren Schädigungen oder Anzeichen für eine eingeschränkte Standsicherheit auf. Er zeigte allerdings eine vorangeschrittene Stockfäule, von der bereits ein großer Teil der statisch wichtigen Haltewurzeln betroffen war. 

Das Untersuchungsgebiet umfasste die Bereiche Berliner Straße, Strenger- und Eickhoffstraße, Kökerstraße, Königstraße, Schulstraße, Moltkestraße und Münsterstraße mit insgesamt 90 Robinien. „Da im stark frequentierten Innenstadtbereich höchste Anforderungen an die Verkehrssicherheit gestellt werden, wurden sämtliche Robinien einer eingehenden Begutachtung hinsichtlich der Stand- und Bruchsicherheit unterzogen“, sagt Dirk Buddenberg, Leiter des städtischen Fachbereichs Grünflächen. 

Das Gutachten kam zum Ergebnis, dass für 67 dieser 90 Bäume eine Erhaltungsperspektive gegeben ist. Buddenberg: „Die Prognose ist sehr heterogen und erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf bis mehr als zehn Jahren.“ Die restlichen 23 Robinien weisen jedoch eine derart geringe Standfestigkeit auf, dass sie bis spätestens zum Ende des ersten Quartals 2021 gefällt werden müssen. Bei sieben dieser Bäume ist aus Gründen der Verkehrssicherheit sofortiger Handlungsbedarf gegeben. Dabei handelt es sich um Standorte an der Strenger-, der Köker-, der König- und der Berliner Straße. 

Für die nächste Sitzung des Umweltausschusses am Montag, 21. Dezember, bereitet der Fachbereich Grünflächen laut Mitteilung eine Information vor, in der die Ergebnisse des Gutachtens sowie die Ursachen und die notwendigen Handlungen noch einmal ausführlich beschrieben werden.

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