Gütersloh
Impfzentrum in ehemaligem Supermarkt

Gütersloh (gl) - Der Kreis Gütersloh wird sein Impfzentrum im ehemaligen Supermarkt für die britischen Streitkräfte, dem sogenannten NAAFI-Shop, an der Marienfelder Straße in Gütersloh errichten. Dies hat die Kreisverwaltung am Freitagabend mitgeteilt.

Freitag, 27.11.2020, 18:03 Uhr aktualisiert: 27.11.2020, 19:31 Uhr
Gütersloh: Impfzentrum in ehemaligem Supermarkt

In den vergangenen zwei Tagen hatte sich ein Team des Kreises Gütersloh mit den teils bereits in der Öffentlichkeit gehandelten Standorten befasst, nahm Besichtigungen vor und erstellte eine Bewertungsmatrix. Drei Standorte waren zuletzt in der engeren Wahl. Unter anderem die Größe der Immobilie, die Erreichbarkeit, Verfügbarkeit, Sicherungsmaßnahmen, Technik, Anschlüsse, Hygiene und die örtliche Lage (Einzugsgebiet) waren Kriterien, die bewertet worden sind. Der NAAFI-Shop hatte am Ende die meisten Punkte.

Ehemaliger Supermarkt seht seit vier Jahren leer

Die Entscheidung für den zentralen Standort an der ehemaligen britischen Kaserne hat laut Mitteilung viele Vorteile. Um zu prüfen, welcher Standort für die Bevölkerung am besten zu erreichen ist, wurde die Bevölkerung in drei Radien gerechnet: 10 Kilometer, 15 Kilometer und 20 Kilometer. Vor allem in den größeren Radien – dem 15-Kilometer- und dem 20-Kilometerradius – punkte der NAAFI-Shop, schreibt der Kreis. Im 20 Kilometerradius lebten deutlich mehr Menschen als bei den beiden Mitbewerbern.

Ein weiterer Pluspunkt sei die Verfügbarkeit. Der ehemalige Supermarkt, vor rund 15 Jahren neu gebaut, stehe seit vier Jahren leer und sei zeitlich mehr oder weniger unbegrenzt als Impfzentrum nutzbar. Auch die Polizei habe sich im Rahmen der Erkundung für den Standort ausgesprochen. Aus der Zeit der militärischen Nutzung sei unter anderem noch die Einzäunung erhalten.

Aufträge werden vergeben

Das Team Impfzentrum wird sich jetzt umgehend an die Ertüchtigung des Gebäudes machen und entsprechende Aufträge vergeben. Die Gruppe hatte am Freitag in einer Lagebesprechung bereits einen ersten Entwurf für eine räumliche Aufteilung des Gebäudes vorgelegt. Vorgegeben ist, dass pro 70.000 Einwohner eine Impfstraße vorgesehen ist. In der ersten Simulation waren acht eingetragen.

Impfzentrum langsam hochfahren

Geplant ist, das Impfzentrum langsam hoch zu fahren, da zu Beginn der Impfung der Schwerpunkt auf den mobilen Teams liegen wird, die zunächst gefährdete Gruppen, etwa Pflegebedürftige, impfen werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7698420?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F
„Die Lage ist katastrophal“
Geschlossene Geschäfte, fast menschenleere Einkaufsstraßen – so wie hier in der Bielefelder Obernstraße sieht es in vielen deutschen Shoppingmeilen aus
Nachrichten-Ticker