Gütersloh
Spende: Klinikum kauft Beatmungsgeräte

Gütersloh (gl) - Eine Intensivstation ist bei der Versorgung von schwerkranken Patienten auf Beatmungsgeräte angewiesen - nicht nur in Zeiten von Covid-19. Das Klinikum Gütersloh freut sich jetzt über zwölf neu angeschaffte Beatmungsgeräte. Diese ermöglichen eine lungenschonendere Behandlung der Patienten.

Mittwoch, 13.01.2021, 17:41 Uhr aktualisiert: 13.01.2021, 18:46 Uhr
Präsentieren die neuen Beatmungsgeräte: (v. l.) Chefarzt Professor Dr. Fikret Er, Stationsleiterin Heike Cremer und Geschäftsführerin Maud Beste im Klinikum Gütersloh.
Präsentieren die neuen Beatmungsgeräte: (v. l.) Chefarzt Professor Dr. Fikret Er, Stationsleiterin Heike Cremer und Geschäftsführerin Maud Beste im Klinikum Gütersloh.

Möglich war der Neuerwerb laut Mitteilung unter anderem durch die „großzügige Spende“ einer Person, die namentlich nicht genannt werden wolle, sowie durch ein Förderprogramm der Landesregierung.

„An einigen Bettplätzen hatten wir bisher noch keine Beatmungsgeräte. Mit den neu gelieferten Geräten können wir unsere Kapazität erhöhen und theoretisch an jedem Intensivbettplatz einen Patienten beatmen“, erklärt Professor Dr. Fikret Er, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, Kardiologie, Rhythmologie und internistische Intensivmedizin.

Die neuen Geräte verfügen über Zusatzfunktionen, die die Handhabung für das Personal erleichtern. Sie passen sich an die jeweilige Beatmungssituation des Patienten an und übernehmen die Funktion von bisher drei unterschiedlichen Geräten: die invasive (klassische) Beatmung, die CPAP-Beatmung (Maskenbeatmung) und die High-Flow Beatmung (Hochflusssauerstoffapplikation).

Bisher mussten die Geräte bei demselben Patienten unter Umständen mehrfach für diese Funktionen gewechselt werden und waren nicht an jedem Bettplatz vorhanden. Nun kann an jedem Bettplatz jede Beatmungsform angeboten werden. „So ist eine individualisierte Behandlung und eine optimale Entwöhnung von der Beatmung möglich“, macht Professor Fikret Er die Vorteile deutlich. Die Beatmung als Therapie und insbesondere bei Covid-19 Patienten stelle sich als sehr komplex dar. Grundsätzlich benötige man daher Geräte, die sehr gute Messmöglichkeiten insbesondere im Hinblick auf eine lungenprotektive Beatmung gäben.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden geschult und die Geräte lückenlos in die Patientenversorgung integriert. Trotz ihrer vielfältigen und individuell einstellbaren Einsatzmöglichkeiten seien die neuen Hightech-Geräte ausgesprochen bedienerfreundlich und so auch in Stresssituationen eine zuverlässige Unterstützung, heißt es. Sie besitzen einen klar und übersichtlich aufgebauten Touchscreen.

„Gerade jetzt, wo wir die dritte Corona-Welle im Kreis Gütersloh erleben, ist es für die Arbeit im Klinikum grundlegend wichtig, dass wir diese Beatmungsgeräte erhalten haben, um die Intensivkapazitäten auch auf dem gewünscht hohen Niveau zu betreiben“, sagt Maud Beste, Geschäftsführerin am Klinikum Gütersloh.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7764996?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F
Brinkhaus: „Die Union hat in OWL auch eine konservative Handschrift“
Ralph Brinkhaus (CDU) aus OWL ist Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag.
Nachrichten-Ticker