Sommerfest des Marienheims wird in den Saal verlegt
Regen macht es kuschelig

Halle (WB/el). Ordentlich zusammenrücken müssen die Bewohner und Gäste des Marienheims beim Sommerfest. Denn dieser Sommer ist zu kühl und zu nass, um unter freiem Himmel zu feiern. Für die Märchenlesung ist das sogar gut.

Dienstag, 22.08.2017, 12:20 Uhr
Dicht vor den Füßen der Zuschauer rauschen die Röcke der Volkstanzgruppe Ravensberg vorüber.
Foto: Eische Loose

Andere Programmpunkte leiden stärker. Es erfordert einiges logistisches Geschick, um wirklich alle Menschen in den beiden großen Räumen unterzubringen, die üblicherweise für den Mittagstisch bereitstehen. Immerhin sind die 55 Bewohner, zwölf Tagespflege-Besucher und vier Mitglieder des betreuten Wohnens nicht allein. Zahlreiche Verwandte und Freunde sind zu dem fröhlichen Fest gekommen, dass dank des Wetters nun besonders kuschelig wird.

So summen die Gänge schon bei der Kaffeetafel, die an den einleitenden Gottesdienst mit Dechant Josef Dieste anschließt, von Gesprächen und eifrigem Hin und Her. Dann sitzt man dicht an dicht, als die Tänzer des Volkstanzkreises Ravensberg mit ihrem knapp einstündigen Programm auftreten. Schließlich brauchen sie für die Rund- und Paartänze auch ihren Platz. So wirbeln sie unter der Leitung von Vorsitzendem Hubertus Otte zu traditionellen irischen und amerikanischen, westfälischen und sauerländischen Klängen direkt vor den Füßen der vordersten Zuschauerreihe. Da wird nicht nur den Tänzern, sondern auch den Zuschauern schnell warm.

Erzählerin Susanne Warken jedoch kommt die gemütliche Fülle gerade recht. Im Saal entfalten sich die zauberhaften Klänge ihrer irischen Harfe hervorragend und spinnen ein atmosphärisch dichtes Geflecht, in das Susanne Warken dann ihre Stimme fallen lassen kann. Eindrücklich erzählt sie von der Geschichte zweier Riesen, die sich wohl aus einer puren Grille heraus ordentlich verprügelt hätten, wären da nicht ihre schlauen Ehefrauen gewesen.

Mit saftigen Übertreibungen über die Stärke und Größe ihrer jeweiligen Ehemänner jagen sie den jeweiligen Konkurrenten in die Flucht und sichern auf diese Weise den Frieden. Lange bleibt den rund 200 Gästen allerdings nicht, der tiefen Botschaft des amüsanten Märchens nach zu hängen, bis Heimleiterin Beate Frankenberg zum Abschluss des Festes doch alle auf den Innenhof zur Oase bittet. »Dieses Feuerwerk mit bunten Rauchbomben und Wunderkerzen können wir einfach nur draußen abbrennen«, sagt sie; und dank einer kleinen Regenpause wird auch dieser Programmpunkt zu einem tollen Erfolg.

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