Start für 50-Millionen-Investition in Logistikzentrum und neuen Deutschland-Sitz im Ravenna-Park
Eriks verfolgt für Halle ehrgeizige Ziele

Halle-Künsebeck (WB). Die Deutschland-Chefin von Eriks hat eine zupackende Art. Beim Startschuss für die Deutschlandzentrale mit großem Logistik- und Distributionszentrum im Ravenna-Park setzte sich Dr. Britta Giesen kurzerhand selbst ans Steuer eines Baggers, um mit einigem Geschick Erdreich auszuheben.

Dienstag, 25.09.2018, 03:00 Uhr
Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann (von links), Generalunternehmer Roland Riestenpatt (Sudbrack), Bert Koorn (Eriks-Finanzvorstand) und Eriks-Deutschlandchefin Dr. Britta Giesen beim Startschuss für das Projekt in Halle. Foto: Küppers
Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann (von links), Generalunternehmer Roland Riestenpatt (Sudbrack), Bert Koorn (Eriks-Finanzvorstand) und Eriks-Deutschlandchefin Dr. Britta Giesen beim Startschuss für das Projekt in Halle. Foto: Küppers

Was Eriks genau macht, ist nicht jedermann geläufig. Doch einer der Hydraulikschläuche, die für den Betrieb des besagten Baggers unerlässlich sind, kann durchaus von Eriks stammen. Das Unternehmen ist auf seinem Spezialgebiet längst einer der ganz Großen in Europa und der Welt geworden. Die Investition in Halle soll nun dazu beitragen, dass auch in Deutschland mehr Marktanteile gewonnen werden.

Eriks will auf dem deutschen Markt stark wachsen

Denn im Eriks-Vergleich ist der deutsche Markt noch etwas »unterrepräsentiert«, wie es Dr. Britta Giesen als Geschäftsführerin der Eriks Deutschland GmbH ausdrückt. Während die Unternehmensgruppe weltweit rund zwei Milliarden Umsatz erwirtschaftet, sind es in Kontinentaleuropa rund 900 Millionen. Etwa 220 Millionen davon entfallen auf Deutschland, aber zum Beispiel 400 Millionen Euro auf die viel kleineren Niederlande. Was hier an Luft nach oben besteht, soll in Halle gefüllt werden.

Rund 50 Millionen Euro investiert Eriks in das Logistikzentrum und die Verwaltungsbereiche und den neuen Deutschland-Hauptsitz. 7,8 Hektar an der Kreisheide hatte Eriks bereits 2014 gekauft. Eigentlich sollte bereits 2016 gestartet werden, doch dann hat man sich intern noch einmal neu aufgestellt. Jetzt aber gilt’s. Ende 2019 soll der Bau, den Generalunternehmer Sudbrack übernommen hat, planmäßig fertig sein.

Im ersten Schritt entstehen insgesamt 15.000 Quadratmeter Nutzfläche

Dann soll in Halle ein 7000 Quadratmeter großes Logistikzentrum für vier voll automatisierte Shuttlegänge und 11.000 Palettenplätze fertig sein. Ein weiteres zweigeschossiges Gebäude mit insgesamt 8000 Quadratmeter Fläche dient dem Warenein- und ausgang, der Schlauchproduktion sowie der Bereitstellung von Dienstleistungen. Zudem sollen eine umfassende Ausstattung zur Qualitätssicherung und ein keimfreier Reinraum das Beliefern von Medizintechnik ermöglichen.

Auch eine neue Europa-Zentrale ist für Halle in der Langfrist-Planung

Vom Hauptsitz Bielefeld, wo die Stadt Eriks keine Entwicklungsmöglichkeiten anbieten konnte, werden rund 200 Mitarbeiter in den Ravenna-Park umziehen. Weitere 120 bis 150 Arbeitsplätze werden in Halle neu geschaffen, wofür Mitarbeiter gesucht werden. Doch das soll nicht das Ende der Fahnenstange sein. Wenn alles stabil läuft, soll laut Giesen ab etwa 2023 der Ausbau zu einem Drehkreuz für ganz Europa erfolgen. Dann würde etwa das 2,5-fache der bisherigen Fläche neu bebaut. Platz genug wäre aber vorhanden. Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann freuen diese Aussichten. Sie hatte für die Eriks-Vertreter und die Bauarbeiter ein Süßwarenpaket zur Stärkung und ein Handtuch für »schweißtreibende Arbeit« dabei.

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