Mi., 24.10.2018

Bauarbeiten der A 33 in Halle voll im Zeitplan – Firmen drängeln sich Endspurt an den Lärmschutzwänden

Während rechts der Bagger den Bodenanschub modelliert, wird links schon das Betonteil gesäubert. Das steht an der Brücke der A 33 über den Künsebecker Bach. Die letzte Lücke zur offenen Landschaft wird durch einen Wildschutzzaun geschlossen.

Während rechts der Bagger den Bodenanschub modelliert, wird links schon das Betonteil gesäubert. Das steht an der Brücke der A 33 über den Künsebecker Bach. Die letzte Lücke zur offenen Landschaft wird durch einen Wildschutzzaun geschlossen.

Von Klaus-Peter Schillig

Halle (WB). Den Augen von Wilhelm Willenberg entgeht nichts, wenn er mit seinem Dienstwagen vom Landesbetrieb Straßen NRW über die fast fertige A 33 fährt. Meist sind es die Fortschritte, die ihm ins Auge fallen. Aber auch die kleinen Fehler, die auf großen Baustellen eben so passieren. Eins will er allerdings noch nicht verraten: Den Eröffnungstermin des Teilstücks bis Halle. »Wollen mal sehen«, antwortet er westfälisch salomonisch.

Nach dem Dilemma mit dem Steinhagener Abschnitt, als die Eröffnung vom Jahresende aufs Frühjahr verschoben werden musste , sind die Straßenbauer mit Prognosen vorsichtig geworden. Zumal sich jetzt im Endspurt die Baufirmen mitunter gegenseitig auf die Füße treten . »Da will einer etwas machen, genau da ist aber gerade ein anderer tätig«, verdeutlicht der 64-jährige Projektleiter, dass in der Endphase bis zur Fertigstellung – geplant ist noch vor Weihnachten – echtes Feintuning erforderlich sei.

Projektleiter staunt über den Fortschritt

»Die haben aber ordentlich was geschafft seit vergangenen Mittwoch«, staunt Willenberg aber auch, dass die Markierungsarbeiten schon so weit fortgeschritten sind. Mittelstreifen und der breite Seitenstreifen sowie die Ausfahrten von Halle sind schon gut zu erkennen. Nur auf der Richtungsfahrbahn Osnabrück, zwischen Abfahrt Halle und dem künftigen provisorischen Übergang auf die Westumgehung, ist der Asphalt noch durchgehend schwarz. Hier, südlich der Postwegbrücke, werden noch die Fundamente für die künftige zweite Lärmschutzwand zwischen A 33 und Westumgehung gegossen.

Ein Stück weiter nördlich sind bereits die Pfeiler versenkt und einbetoniert, die künftig die vier Meter hohen Elemente der Lärmschutzwand tragen sollen. »Diese zweite Wand ist nötig, damit der Lärm möglichst nah an seiner Quelle aufgehalten wird und nicht erst auf dem Wall neben der hier parallel laufenden Landstraße.« Dann würde er durch den flachen Winkel auch schnell wieder herunterkommen und in der Siedlung zu hören sein, erklärt Wilhelm Willenberg die doppelte Wand. Alle Lärmschutzwände in diesem Abschnitt sollen bis Ende November stehen.

Autokran hebt die Betonteile an Ort und Stelle

Auf der Gegenfahrbahn geht es zurück Richtung Steinhagen. Auch hier wird fleißig an den Lärmschutzwänden gewerkelt. Nach präziser Vorarbeit müssen die Betonteile mit einem Autokran nur noch zwischen die Pfeiler gehoben werden, wo zwei Mann reichen, sie fest zu verankern. Und irgendwo hinter der Brücke Tatenhausener Straße erfährt man bereits, dass in 1000 Metern die Abfahrt Künsebeck folgt, die 500 Meter weiter dann »Künsebeck Amshausen« heißt. Nur eine große begehbare Schilderbrücke, die noch einmal auf die nächsten Ziele hinweist, liegt noch in Einzelteilen am Fahrbahnrand.

Das nächste Unternehmen steht genau hier schon in den Startlöchern. »Morgen geht es richtig los«, sagt deren Bauleiter, der nicht nur ein paar Kollegen, sondern auch den »Gleitschutzwand-Bereiter« mitgebracht hat. Eine hochkomplexe Maschine, in die von einem vorausfahrenden Mischer frischer Beton eingefüllt wird – und hinten kommt, fertig geformt und schon weitgehend fest, die fertige Betonschutzwand heraus. Die vorher zu Endlos-Strängen Bewehrung aus Edelstahl wird während der langsamen Fahrt gleich mit eingesogen und im Beton an richtiger Stelle eingebettet. Diese wundersame Betonerhärtung ist vor allem eine Folge extremer Verdichtung, bei der sogar Luft eingeblasen wird. Ohne eingeschlossene Luftbläschen nämlich wäre der Beton nicht frosthart.

Holzstapel liegt noch auf der Fahrbahn

Zwei Sachen freuen den Projektleiter übrigens gar nicht. Nahe der Brücke Tatenhausener Straße sind einige Bäume gefällt worden. »Die standen zu nah an der Trasse und sind als sturmgefährdet eingestuft worden.« Das Holz wurde am Rand der Richtungsfahrbahn Osnabrück aufgestapelt – wo eigentlich in Kürze Schutzplanken aufgestellt werden sollen. Und in der künftigen Auffahrt von der Theenhausener Straße Richtung Bielefeld ist irgendein Baufahrzeug durch die frisch aufgebrachten Markierungen gefahren und hat die weiße Farbe wenig dekorativ verteilt.

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