Sa., 10.11.2018

Wie der demokratische Geist gestärkt wird

Geschätzt 1000 Menschen jeden Alters sind am Abend des 9. November auf den Haller Kirchplatz geströmt, um für eine weltoffenes Halle einzutreten.

Geschätzt 1000 Menschen jeden Alters sind am Abend des 9. November auf den Haller Kirchplatz geströmt, um für eine weltoffenes Halle einzutreten. Foto: Margit Brand

Von Stefan Küppers

Was Halle am 9. November 2018 erlebt hat, war außergewöhnlich. An einem geschichtsträchtigen Tag haben sich geschätzt 1000 Haller jeden Alters auf den Weg gemacht, um gemeinsam eine positive Botschaft zur Stärkung von Demokratie und menschlichem Miteinander zu formulieren.

Der besonderen Atmosphäre dieses Gemeinschaftserlebnisses, diesem Wir-Gefühl mit Gänsehaut-Faktor, hat sich kaum einer entziehen können. Solche Erfahrungen können nachwirken und machen hoffentlich Mut, Demokratie intensiver zu leben, als man es vielleicht bisher getan hat.

Auch in Halle muss Demokratie immer wieder aufs Neue gelebt werden. Das bedeutet, dass Menschen bereit sind, sich für öffentliche Angelegenheiten zu engagieren, und sei es nur, indem sie ihre Meinung sagen. Wie lebendig eine Demokratie sein kann, das zeigt sich oftmals auch in den vermeintlich kleinen Dingen. In Halle wären das zum Beispiel Debatten über Straßenbaubeiträge, den Umgang mit alten Häusern oder auch die richtige Konzeption eines Wochenmarktes. Wenn Menschen dabei das Gefühl gewinnen, dass ihre Stimme gehört wird und wichtig ist, dann stärkt dies den demokratischen Geist. Und der ist wichtiger denn je, wenn’s ums große Ganze geht.

Kommentare

schlecht ausgeleuchtet

Während die Haller guten Menschen viele Ecken unausgeleuchtet lassen, bspw. den massiven und aggressiven Antisemitismus muslimischer Zuwanderer, suchen jüdische Mitbürger ihr Heil vor eben diesem Antisemitismus ausgerechnet bei den Armseligen für Deutschland,der AFD also. In der Novemberausgabe der JÜDISCHEN RUNDSCHAU liest man, dass die AFD nicht antisemitisch sei. Wie verzweifelt müssen deutsche Juden sein, um bei einer Partei Schutz zu suchen, für deren führende Vertreter die Nazizeit, also auchder Holocaust unter Vogelschiss subsumiert wird.
Statt sich selbst zu feiern, sollten die guten Menschen von Halle mal in sich gehen und bitte erst wieder herauskommen, wenn sie ernsthafte Vorschläge haben, wie unsere jüdischen Mitbürger vor Antisemitismus und letztlich auch vor den Armseligen für Deutschland zu schützen sind.
Ein Sieg der Demokratie war das nicht am Freitag, es war ein Festival der Naivität. Es ist diese Naivität der guten Menschen, nicht nur in Halle, die ganz bewusst verschweigen, dass Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus unter Migranten mindestens so verbreitet sind wie unter Deutschen, die der AFD Zustimmungen und Wähler zu treiben. Ich sehe deshalb den Landtagswahlen mit einigem Bangen entgegen. Und die Europawahl wird auch schrecklich...

1 Kommentare

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