Sa., 16.02.2019

5000 Zuschauer erleben das neue Programm »Männer sind faul, sagen die Frauen« im Haller Gerry-Weber-Stadion Mario Barth im Takatuka-Land

Mario Barth genießt die Ovationen des Publikums im Haller Gerry-Weber-Stadion.

Mario Barth genießt die Ovationen des Publikums im Haller Gerry-Weber-Stadion. Foto: Johannes Gerhards

Von Johannes Gerhards

Halle (WB). Auf die rhetorische Frage, warum auch sein sechstes Programm beim zehnten Auftritt in Halle innerhalb von 19 Jahren vom Verhältnis zwischen Männern und Frauen handelt, antwortet der Meister des tiefer gelegten Humors: »Man würde ja auch dem Gitarristen von AC/DC nicht vorschlagen, es nach 40 Jahren E-Gitarre beim nächsten Mal mit Panflöte zu versuchen«.

Es gebe immer zwei Wege in einer Beziehung, den komplizierten und den falschen, behauptet er am Ende seiner über zweistündigen Show in einem Bühnenbild, das comicartig dem Eingang zum Berliner Zoo nachempfunden ist oder auch mit den Wegweisern zu Mausefant, Honeybär, Zieger und Hakulikila irgendwie ans Takatuka-Land erinnert.

Im comicartigen Bühnenbild, einer Mischung aus (Beziehungs)Dschungel und Berliner Takatukaland, wirkt auch ein Mario Barth etwas verloren. Foto: Johannes Gerhards

Mario nennt seine Freundin bewundernd »The Brain«, weil Mädchen nun einmal von Natur aus und von Geburt an klüger sind als Jungs. Das hindert diese allerdings nicht daran, mit 60 Sachen über eine Verkehrsinsel zu brettern und den entstandenen Schaden von 6800 Euro mit einem schlichten »Hoppsala« zu kommentieren. Um das von ihrer elf Kilogramm schweren, nicht angeschnallten Handtasche auf dem Beifahrersitz ausgelöste Piepgeräusch richtig zu deuten, braucht es dann eben doch die Lebenserfahrung des mit dem Autofahrer-Gen ausgestatteten Mannes.

Nach dem Motto »Happy wife – happy life« sollten Männer den Frauen öfter mal Komplimente machen, die hören sie ohnehin lieber als die Wahrheit. Denn Frauen sind ja nicht blöd, sogar um ein Vielfaches intelligenter als Männer, nur eben nicht so selbstbewusst wie Mario Barth.

Das Publikum genießt die Schilderungen vom Urlaub mit der pubertierenden Nichte, die sich in den USA ausgerechnet in Kevin aus Erfurt verliebt, die Geschichte seiner Mutter mit der angeblichen E-Mail-Adresse hotmutti26@web.de oder den Besuch von acht Kumpels bei Babsi im Kreißsaal, weil die Vaterschaftsfrage ungeklärt ist.

Manche Zuschauer leiden nach eigener Aussage sogar an »Seitenstechen vor Lachen«, weil die Geschichten so aus dem Leben gegriffen seien, dass sich jeder darin wieder finden könne.

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