Sa., 23.02.2019

Haller Süßwarenhersteller wächst in Deutschland 7,1 Prozent Knoppers macht Storck Freude

Knoppers hat einen Marktanteil von 2,8 Prozent im so genannten Riegelmarkt erreicht.

Knoppers hat einen Marktanteil von 2,8 Prozent im so genannten Riegelmarkt erreicht. Foto: Oliver Schwabe

Von Paul Edgar Fels

Halle (WB). Der Süßwarenhersteller Storck (gut 6000 Mitarbeiter) mit Stammsitz in Halle hat auch 2018 ungeachtet der heißen Sommermonate seinen Umsatz in Deutschland mit Produkten wie Toffifee, Nimm 2 und Merci steigern können.

»Ich freue mich, dass wir bei Absatz und Umsatz neue Bestmarken erreicht haben«, sagte am Freitag Abend ein gut gelaunter Konzernchef Axel Oberwelland (52) in Halle. »In Deutschland sind wir um 7,1 Prozent gewachsen.« Zahlen zum Auslandsgeschäft nannte der Ostwestfale, der heute in Berlin lebt, nicht – auch keine konkrete Umsatzzahl. Aber Schätzungen zufolge dürfte sich der Erlös des 1903 gegründeten Familienunternehmens auf mittlerweile 2,7 Milliarden Euro nach 2,5 Milliarden im Vorjahr belaufen.

»Erfolgreichste Neueinführung« seit Jahren

Ein Grund für das Plus – mit dem sich Storck deutlich vom mit minus 0,5 Prozent rückläufigen Süßwarenmarkt abkoppelt – sei die wohl »erfolgreichste Neueinführung« seit mehr als zehn Jahren: Dabei handelt es sich um den Knoppers-Schokoriegel. Verbraucher können die Mischung aus Waffel und Nussriegel seit Juli 2017 kaufen. 2018 – im ersten vollen Jahr – habe sich das Produkt weiter gut verkauft. Allein in Deutschland habe es ein Plus von 44 Prozent gegeben. »Weltweit waren es 30 Prozent«, sagt Oberwelland. Inzwischen habe Knoppers einen Marktanteil von 2,8 Prozent im so genannten Riegelmarkt erreicht. »Ein sehr guter Wert. Die Branche reibt sich die Augen«, frohlockt Oberwelland und ist stolz darauf, dass Knoppers in Halle entwickelt wurde. »Teamarbeit. Ein Haller Baby.«

Aber auch andere Marken hätten sich besser verkauft als 2017: Lachgummi plus zehn Prozent, Nimm 2 plus sieben Prozent, Mamba plus neun Prozent. Im laufenden Jahr möchte Storck vor allem für Toffifee noch mehr Käufer gewinnen. Auch Mamba-Produkte sollen weiter vorangebracht werden. Das gleiche gilt für Popcorn-Produkte. So ist seit Herbst 2018 Werther’s Popcorn auf dem Markt, berichtet Oberwelland.

Hauptumsatzbringer sind die Merci-Familie und Toffifee

Im vergangenen Jahr betrug das Werbebudget 130 Millionen Euro – nur Konkurrent Ferero habe mehr für Werbung investiert. Gute Geschäfte hat Storck laut Oberwelland auch in vielen Auslandsmärkten gemacht. So sei der Umsatz in Russland und den Anrainerstaaten um 28 Prozent geklettert, in Polen, Tschechien und der Slowakei um zehn Prozent, in Österreich, Rumänien, Bulgarien und Ungarn um neun Prozent sowie in Nordamerika um 8,5 Prozent.

Hauptumsatzbringer sind Axel Oberwelland zufolge die Merci-Familie, gefolgt von Toffifee und gleichauf auf Rang drei Nimm 2 und Knoppers. Storck beschäftigt in seinen drei Produktionswerken in Halle, Berlin und Ohrdruf (Thüringen) insgesamt mehr als 6000 Mitarbeiter, davon allein am Stammsitz Halle 2965 Mitarbeiter, das sind 224 mehr als Ende 2017. In Halle plant Storck bekanntlich ebenfalls eine massive Erweiterung seiner Produktion.

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