Di., 02.04.2019

Marceline Daukant schafft beim 24-Stunden-Schwimmen in Halle 45.550 Meter Das reicht für den Ärmelkanal

Von Eische Loose

Halle (WB). Die 340 Schwimmer sind in diesem Jahr eine Stunde länger angetreten als üblich. Grund war die Zeitumstellung. Denn nur mit einer Startzeit von 14 Uhr und einer Endzeit von 15 Uhr konnten die notwendigen 24-Stunden beim Schwimmclub (SC) Halle zurückgelegt werden – und das sehr erfolgreich.

Mit den guten Wünschen von stellvertretendem Bürgermeister Dieter Baars und dem Leiter des Stadtsportbundes, Reinhard Stricker, ging es für die ersten Schwimmer um Punkt 14 Uhr am Samstag ins Wasser. Dabei betonte Dieter Baars vor allem die sozialen Aspekte des Schwimmens und die gesundheitliche Bedeutung. Denn immer weniger Kinder können heute schwimmen. Nachdem Reinhard Stricker die Disziplin für das Sportabzeichen bewarb, das in diesem Jahr kräftig zulegen möchte, zückte Dieter Baars die Pfeife. Dann ging es los: Einige schwammen zügig ihre Bestleistungen herunter, andere ließen sich Zeit und machten aus dem Spektakel ein echtes Event.

Helfer am Beckenrand zählen Sekunden und Meter

»Einige übernachten auch hier, auf den Liegen oder direkt am Wasserrand«, sagte Vorsitzender Martin Schumacher. Für die Urkunden zum Abschluss des 24-Stunden-Schwimmens, das übrigens zum dritten Mal im erneuerten Lindenbad stattfand, war allerdings Andrea Nolte-Schumacher als sportliche Leiterin verantwortlich. Sie und ihr Team nämlich zählte Sekunden und vor allem Meter. Dabei gab es schon ab 50 Metern eine Urkunde.

Größere Auszeichnungen nahmen allerdings die echten Meister mit: So legten Marceline Daukant bei den Damen mit 45.550 Metern und Dietmar Kunzendorf bei den Herren mit 25.600 Metern die weitesten Strecken zurück. Letzterer war dafür sogar erstmals extra aus Karlsruhe angereist. Mit seinen Töchtern Christine und Jessica schaffte er daher auch die Familienwertung mit durchschnittlich 26.785 Metern. Ähnliches gelang Imke Wintjen (13) mit 17.500 Metern bei den weiblichen und Toni Holbach (11) mit 12.500 Metern bei den männlichen Vertretern Unter 13.

Sechs »Lindenbad-Lovers« schaffen im Schnitt 20.450 Meter

Der älteste Schwimmer war Kornelius Braun (76). Er legte 2300 Meter zurück. Die älteste Schwimmerin Anita Langer (75) schaffte 4000 Meter. Zu den Jüngsten Jungen gehörten Henri Schalk (5) mit 100 Metern; und gemeinsam stellten sich die Zwillinge Emma und Ida Busch (4) der Aufgabe mit 50 Metern. Ausgezeichnet wurden auch die Staffeln. Die fünf Profis des SC, die als Halle Mixed antraten, legten für den Pokal jeweils rund 2375 Meter zurück. Die vier Amateure von »Die Kaninchen« brachten es auf durchschnittlich 1550 Meter.

Schließlich feierten die sechs Gruppenmitglieder der »Lindenbad Lovers« mit durchschnittlich 20.450 Metern ihren Erfolg. Weil das jedoch ohne tatkräftige Mithife neben dem Beckenrand nicht möglich gewesen wäre, bedankte sich Vorsitzender Martin Schumacher nicht nur bei den Mitgliedern der DRLG für den Rettungsnotdienst, sondern auch bei Alina Elers. Sie erhielt für ihre Hilfe den privat von Dieter Baars gespendeten Preis von 20 Euro für ihre unablässigen Mühen.

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