Di., 02.04.2019

Nach der Winterpause hat die St. Johanniskirche in Halle wieder regelmäßig geöffnet Für einen Moment der Ruhe

Die Johanniskirche öffnet wieder für Besucher. Verstärkung im Team des ehrenamtlichen Empfangskomitees suchen: (von links) Karl-Heinz Flemming, Almut Hage, Wilhelm Arning und Pfarrer Tim Henselmeyer.

Die Johanniskirche öffnet wieder für Besucher. Verstärkung im Team des ehrenamtlichen Empfangskomitees suchen: (von links) Karl-Heinz Flemming, Almut Hage, Wilhelm Arning und Pfarrer Tim Henselmeyer. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Halle (kg). Eine Kopie der Kirchentausch-Urkunde aus dem Jahr 1246 hängt gleich links an der Wand. St. Johannis auf seiner kleinen Anhöhe inmitten des Kirchplatzes ist Urzelle und Zentrum der Stadt Halle – und nicht nur für viele Haller, sondern auch für Gäste von außerhalb einen Besuch wert. Nach der Winterpause bietet die Offene Kirche ab heute wieder dazu Gelegenheit.

Die Evangelische Kirchengemeinde Halle sucht jetzt Verstärkung für ihr Empfangskomitee: Menschen, die Lust haben, die schöne und wichtige Aufgabe im Team der Offenen Kirche zu übernehmen. Dazu gehört es vor allem, ganz unaufdringlich zu vermitteln: In der Kirche ist jeder herzlich willkommen. Denn was in größeren Städten tagsüberselbstverständlich ist, ist in Halle eine kleine Besonderheit.

An fünf Wochentagen und zu besonderen Anlässen

Im Sommerhalbjahr steht die Kirche an fünf Tagen in der Woche und zu besonderen Gelegenheiten wie dem Nikolausmarkt und zu Himmelfahrt (Stadtfest) für zwei Stunden verlässlich offen. Und auch am ersten Weihnachtsfeiertag ist die Kirche geöffnet, um Familien mit Kindern Gelegenheit zu geben, in Ruhe die Krippe bewundern zu können. »Es gibt viele, die hier einen Moment der Ruhe suchen, die eine Kerze anzünden oder ein Gebet sprechen wollen«, weiß auch Pastor Tim Henselmeyer, dass die Johanniskirche für viele ein Ruhepunkt im hektischen Alltag ist. Und das nicht nur zur Marktzeit am Freitag.

Gut zehn Mitglieder hat das Team der Offenen Kirche derzeit. Sie beantworten Fragen und stehen für kurze Gespräche zur Verfügung. Wobei niemand besondere Fähigkeiten als offizieller Kirchenführer mitbringen muss. »Wir haben eine neue Broschüre«, sagt Wilhelm Arning. Der Pfarrer im Ruhestand und frühere Superintendent verweist auf das gut 30 Seiten dicke Büchlein mit Texten von Superintendent Walter Hempelmann und Fotos von Harald Peitz.

Viele Informationen liegen in schriftlicher Form aus

Wer sich für die Baugeschichte des Haller »Salzfasses« interessiert, die Gewölbe- und Wandmalereien, Taufstein oder Altar, die Heintz-Orgel oder vieles mehr, der findet den kleinen Kunstführer gleich rechter Hand im Kirchenschiff. Dort, wo auch ein Flyer in sechs Sprachen (darunter auch in lettisch, italienisch und spanisch) Auskunft gibt über die Kunstwerke. Wo der Gemeindegruß ausliegt, ein Gästebuch und Fotos, die man sich gegen ein kleines Entgelt mitnehmen kann. Und wo übrigens auch immer ein Krug mit Trinkwasser für Gäste bereitsteht, wie Almut Hage sagt. Sie organisiert in der Sommersaison die Dienstzeiten für das Team, das jetzt auf Verstärkung in seinen Reihen hofft. Denn die Kirche im Haller Herzen ist regelmäßig dienstags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet, freitags und samstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6512211?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516076%2F