Mi., 03.04.2019

Handball-Workshop mit Frank Moormann an der Grundschule Halle-Hörste. Laufen, werfen, passen

Schulleiterin Stefanie Liesen, Coach Frank Moormann und Elke Panofen von der TG Hörste (hinten von links) freuen sich mit dem Nachwuchs aus Hörste über das erfolgreiche Handballprojekt an der Schule.

Schulleiterin Stefanie Liesen, Coach Frank Moormann und Elke Panofen von der TG Hörste (hinten von links) freuen sich mit dem Nachwuchs aus Hörste über das erfolgreiche Handballprojekt an der Schule. Foto: Malte Krammenschneider

Halle-Hörste (mk). Frank Moormann ist schon eine beeindruckende Erscheinung. Mit seinen 2,04 Metern ist der Dortmunder beinahe doppelt so groß wie einige der insgesamt 139 Hörster Grundschüler, die unter seiner Anleitung in diesen Tagen den Handballsport kennenlernen.

Mit Leidenschaft und Fachwissen gelingt es ihm dabei, Begeisterung für eine Sportart zu wecken, die laut dem Coach viel zu häufig im Schatten von König Fußball steht. In Hörste sieht die Situation allerdings ein wenig anders aus. Im Sportverein des Haller Ortsteils dominieren nämlich traditionell die erfolgreichen Handballer. Trotzdem möchte die TG Hörste auf Nummer Sicher gehen, und hatte deshalb gemeinsam mit der Grundschule die Idee entwickelt, einen Workshop an der Schule zu veranstalten, der sich für alle Beteiligten als großer Gewinn herausstellt.

Ein Gewinn auch für die TG Hörste

»Der komplette Sportunterricht wurde in den vergangenen drei Wochen von Frank Moormann übernommen. Die Kinder freuen sich jedes Mal sehr darauf«, sagt Schulleiterin Stefanie Liesen, die vom Verlauf des Projekts sichtlich angetan ist und sich beim Förderverein der Grundschule, der TG sowie der Kreissparkasse bedankt, die mit ihrer finanziellen Unterstützung den Handball-Workshop ermöglicht haben.

Insbesondere für die TG Hörste dürfte es eine lohnende Investition sein, denn laut Elke Panofen, die das Projekt für den Verein betreut, haben bereits einige Kinder Interesse bekundet, sich den Nachwuchsmannschaften der Rothosen anzuschließen. »Wir hoffen dadurch natürlich mehr Kinder für Handball gewinnen zu können«, sagt Panofen. Mit Hilfe von Frank Moormann ist dies eindrucksvoll gelungen, denn der 53-jährige versteht es, auch eher »unsportliche« Kinder mitzunehmen und sie dazu zu bringen, Freude an der gemeinsamen Bewegung zu entwickeln.

Vermehrt Probleme mit der Körperkoordination

»Die Kinder sollen die Grundverständnisse lernen. Dazu gehört das Laufen, Werfen und Passen. Mit der Zeit kommen immer mehr Regeln dazu. Manchmal kann man auch schon kleine taktische und technische Sachen besprechen – je nach Entwicklungsstand«, erklärt Frank Moormann, der seit 2007 als selbstständiger Handballlehrer mit Schulen in ganz NRW zusammenarbeitet und früher in der dritten Liga gecoacht hat.

Im Laufe der Jahre habe er festgestellt, dass Kinder vermehrt Probleme mit der Körperkoordination hätten. Der Grund ist ihm klar: zunehmender Bewegungsmangel schon im jungen Alter. Umso wichtiger sei es deshalb, die Heranwachsenden schon möglichst früh für Sport zu begeistern.

Am kommenden Samstag findet schließlich als großer Abschluss des Projekts ein Mini-Spielfest in Hörste statt, zudem auch zahlreiche Eltern erwartet werden. Diese können dann im Rahmen eines kleinen Turnieres der Jahrgangsstufen bestaunen, was ihr Nachwuchs in den vergangenen Wochen alles gelernt hat.

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