Fr., 12.04.2019

Einbruchserie im Kreis Gütersloh: Täter stehlen hochwertige Werkzeuge Diebstahl: Tatort Firmenwagen

Wertvolle Arbeitsgeräte und Maschinen haben die Diebe im Visier und brechen in Firmenfahrzeuge ein. Meist machen sie reiche Beute.

Wertvolle Arbeitsgeräte und Maschinen haben die Diebe im Visier und brechen in Firmenfahrzeuge ein. Meist machen sie reiche Beute. Foto: Wolfgang Wotke

Von Wolfgang Wotke

Gütersloh/Steinhagen/Halle (WB). Transporter von Handwerksfirmen sind immer wieder Ziel von Kriminellen: Am Abend von den Arbeitern vor der Firma abgestellt – und am nächsten Morgen kommt das böse Erwachen. Die Autos sind gewaltsam aufgebrochen worden.

In den vergangenen Wochen haben sich im Kreis Gütersloh diese Fälle gehäuft. Abgesehen haben es die Täter auf Werkzeuge wie Bohrmaschinen, Schlagbohrer, Akkuschrauber und andere elektrische Geräte. Von der teuren Hilti bis zum Steckschlüsselsatz ist alles begehrt. Auch das Parken direkt an Hauptstraßen hält die Diebe nicht davon ab, Seiten- oder Hecktüren aufzubrechen und die Werkzeuge zu entwenden. Der Verlust, den Unternehmen erleiden, liegt hier schnell im fünfstelligen Bereich.

So hat die Polizei in der Nacht zum Mittwoch mehrere dieser Einbrüche bearbeiten müssen: Gleich zwei geparkte Firmenfahrzeuge sind Auf dem Knüll in Gütersloh gewaltsam geöffnet worden. In der Jägerstraße ist ein Renault-Transporter angegangen worden. Jedes Mal sind wertvolle Werkzeuge gestohlen worden. Ein Einbruchsversuch in einen Firmenwagen am Grenzweg ist gescheitert.

Firmenwagen werden abends oftmals nicht entladen

In Steinhagen sind die Diebe mit Gerätschaften geflüchtet, nachdem sie einen Ford Transit aufgebrochen haben, der an der Raiffeisenstraße gestanden hat. Und in Halle an der Kantstraße öffneten die Täter die Hecktür eines VW Crafters. Die Beute: wieder teure Werkzeuge.

Ein Schwerpunkt dieser Diebstähle hier im Kreis Gütersloh, so Polizeisprecherin Corinna Koptik, sei allerdings nicht auszumachen. »Vielmehr scheinen die Täter dort zuzugreifen, wo sich günstige Gelegenheiten ergeben«, sagt sie.

Und diese gebe es zuhauf: In Fahrzeugen von Firmen, die in den entsprechenden Branchen tätig seien, befänden sich oft hochwertige Spezialwerkzeuge der Handwerker. Meist seien diese nach Feierabend an den Wohnanschriften der Mitarbeiter geparkt oder stehen vor oder an dem Firmengelände. Koptik: »Aus verständlichen Gründen werden diese in den Abend- und Nachtstunden oftmals nicht entladen. Das verspricht jedoch für verschiedene Tätergruppen, die häufig gezielt und im Auftrag handeln, reiche Beute.«

Das Aufbrechen dauert nur wenige Minuten

Das Aufbrechen dauere nur wenige Minuten, der Schaden und der Ärger für die betroffenen Firmen seien jedoch groß, nur selten gibt es Zeugen für diese Taten. »Die Beutestücke werden dann zum Beispiel bei Ebay angeboten, aber auch in Osteuropa verkauft«, berichtet ein Experte. »Obwohl wir diese Taten im Auge haben und nachts gezielte Maßnahmen durchführen, können wir nur raten, die Firmenfahrzeuge regelmäßig zu entladen«, betont Koptik.

Die Polizei fragt: Wer hat an den jeweiligen Tatorten verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet? Hinweise nimmt die Polizei entgegen.

 

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