Mo., 15.04.2019

Stadt Halle rüstet mehrere Aufmündungen von Radwegen um »Pömpel« statt Umlaufsperren

Von Klaus-Peter Schillig

Halle (WB). Der Anlieger am Künsebecker Weg macht sich Sorgen um die Sicherheit der Kinder. Die Umlaufsperre am Rad- und Gehweg, der vom Erlenweg auf den Künsebecker Weg mündet, ist kürzlich von Mitarbeitern des Bauhofes entfernt worden. Wie an mehreren anderen Stellen in der Stadt auch. Die will die Wege insgesamt attraktiver machen und baut deshalb Hindernisse ab.

Der Anrufer in der Redaktion bemängelt, dass Radfahrer jetzt ungehindert aus dem besagten Rad-/Gehweg auf die Straße rollen könnten.  Da könnte es schnell mal zu einem Unfall kommen, macht er sich Sorgen um die Sicherheit. Eckhard Hoffmann, Abteilungsleiter Tiefbau im Rathaus und zuständig unter anderem für die Radwege, sieht das weniger dramatisch.

Rad- und Fußweg ist ausreichend breiter Puffer

Man habe sich alle Stellen mit Umlaufsperren in Halle angeschaut und an insgesamt 17 Stellen Veränderungen vorgesehen und teilweise auch schon ausgeführt. So eben auch am Künsebecker Weg. Auf der Nordseite sind die Metallbügel bereits abgebaut, gegenüber, wo der Weg in das Baugebiet Bachweide zur Christoph-Probst-Straße führt, stehen die rot-weißen Sperren noch. Die werden durch einen mittigen Pömpel ersetzt, erläutert Hoffmann. »Damit kein Auto in den Weg hineinfahren kann.«

Gerade an dieser Kreuzung, so Hoffmann, gebe es keine Sicherheitsbedenken. Auf der einen Seite ist der Rad--Gehweg entlang des Künsebecker Weges 3,50 Meter breit, auf der anderen Seite verläuft neben der Fahrbahn noch ein zwei Meter breiter Fußweg. Das ein ausreichend breiter Puffer. Außerdem dürften Autos nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren.  In erster Linie werden die Umlaufsperren aber abgebaut, um die Wege besser passierbar zu machen für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Fahrräder mit Anhänger. »Manchmal kommen die gar nicht durch«, berichtet Eckhard Hoffmann von eigenen Beobachtungen .

Wo man sie also nicht aus Sicherheitsgründen brauche, würden sie zu Gunsten anderer Verkehrsteilnehmer abgebaut. Hoffmann hat bereits eine Vorlage in Arbeit, die kommenden Monat dem Bau- und Verkehrsausschuss vorgelegt wird. Demnach werden insgesamt acht Umlaufsperren entfernt, sechs werden durch Pfosten ersetzt.

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