Di., 16.04.2019

Gebürtige US-Amerikanerin Deborah Woodson begeistert mit dem Chor GAM in Versmold Stimmwunder aus den Staaten

Foto: Malte Krammenschneider

Von Malte Krammenschneider

Halle/Versmold (WB). In ihrem schwarzen Glitzerkleid ist Deborah Woodson ein echter Hingucker. Die gebürtige US-Amerikanerin setzt in der Versmolder Petri-Kirche aber nicht nur optisch Akzente.

Noch weitaus beeindruckender ist ihre voluminöse Stimme, mit der es ihr spielend gelingt, das Publikum zu verzaubern. Höhepunkt ist ein Auftritt mit dem Haller GAM-Chor, der das Konzert anlässlich seines 20-jährigen Bestehens auf die Beine gestellt hat.

Gospels mit Gänsehautatmosphäre

»Heute wartet auf Sie ein ganz besonderes Konzert«, sagt GAM-Chorleiter Michael Kuhnen gleich zu Beginn des musikalischen Abends und soll damit nicht zu viel versprechen. Was folgt, ist eine Hommage an den Gospel, bei der der Chor singend die Bühne betritt. Schon das erste Lied »Baba Yetu«, mit dem der Komponist Christopher Tin einen Grammy gewann, sorgt für echte Gänsehautatmosphäre. Es folgen schwungvolle Lieder wie »Glory to the Lord«, »Good News« oder »Swing low«, bevor es mit »I believe« etwas ruhiger, aber dafür nicht minder unterhaltsam weitergeht. GAM zeigt sich von seiner besten Seite, was die Zuhörer mit donnerndem Applaus belohnen.

Wenige Augenblicke später schlägt dann die Stunde von Deborah Woodson und den »Gospelmates«, für die der Auftritt in Versmold den Abschluss ihrer diesjährigen Deutschland-Tournee »Black & White« bildet. Gut gelaunt stellt sie zunächst ihre Musiker vor und berichtet sympathisch davon, wie sie bereits im Alter von zwei Jahren zur Gospel-Musik kam. Mit ihrem Vater habe sie damals in Georgia einen Baptisten-Gottesdienst besucht und sei dem Gospel verfallen.

Deborah Woodson hat schon für den US-Präsidenten gesungen

Inzwischen lebt Woodson in Köln und kann auf viele Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken. Unter anderem mit Auftritten in Broadway-Musicals wie »Dreamgirls« oder »Smokey Joe´s Cafe«. Sogar für den US-Präsidenten hat sie schon gesungen. Nun also das Gastspiel in Versmold, bei dem die Afroamerikanerin Lieder wie »Kumba ya« oder »Amen« dermaßen leidenschaftlich und kraftvoll intoniert, dass die Zuhörer förmlich von den Bänken gerissen werden.

Zum feierlichen Abschluss des äußerst gelungenen Konzertes betritt GAM ebenfalls die Bühne und der Haller Chor stimmt gemeinsam mit Woodson Hits wie »Down by the Riverside«, »Oh Happy Day« und »Joy of my salvation« an, bevor die Protagonisten unter tosendem Beifall mit dem Lied »Ain’t no mountain high enough« aus der Kirche ausziehen.

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