Di., 23.04.2019

Sommerwetter beschert Besucherandrang und macht Vorsichtsmaßnahmen nötig Im T-Shirt ans wärmende Osterfeuer

An zahlreichen Orten im Altkreis brannten am Wochenende Osterfeuer, die Tausende Besucher anlockten.

An zahlreichen Orten im Altkreis brannten am Wochenende Osterfeuer, die Tausende Besucher anlockten. Foto: Malte Krammenschneider

Von Malte Krammenschneider

Hörste-Kölkebeck (WB). »So ein Wetter habe ich beim Osterfeuer noch nicht erlebt. Wir können hier heute im T-Shirt stehen«, sagte der Hörster Löschzugführer Peter Goldbecker, der sich nicht zuletzt deshalb in diesem Jahr über einen besonders großen Andrang freuen konnte.

Zahlreiche Besucher wollten es sich am Sonntag nämlich nicht entgehen lassen, bei frühsommerlichen Temperaturen rund um die lodernden Flammen einen schönen Abend mit Freunden oder der Familie zu verleben.

Für das passende Drumherum hatte der Hörster Löschzug schon im Vorfeld gesorgt. Auf der Wiese von Reinhard Wagemann an der Voßheide wurden Getränke- und Imbissstände aufgebaut, der Nachwuchs konnte an einem extra angelegten Kinder-Feuer mehr als 20 Kilo Stockbrot backen und auch der MGV Hörste hatte zur Feier des Tages Lieder wie »Schwer mit den Schätzen beladen« oder »Weinland« vorbereitet, um die Gäste musikalisch zu unterhalten.

100 Kubikmeter großer Haufen in Hörste

Gegen 19.15 Uhr konnte es dann losgehen, und Peter Goldbecker entzündete mit einer Fackel den 100 Kubikmeter großen Haufen aus Sträuchern und Geäst. Dieser stand nur wenige Augenblicke später komplett in Flammen, denn aufgrund der vorherrschenden Trockenheit brannte das Material wie Zunder. Der fehlende Regen führte in diesem Jahr deshalb auch zu einer Reihe von Vorsichtsmaßnahmen, wie Hörstes Löschzugführer erklärte. »Wir haben ein Tanklöschfahrzeug vor Ort und einen Hydranten aufgebaut. Für den Ernstfall sind wir gerüstet«.

Kölkebecker Feuerwehr bewässert Hecke – Waldbrandgefahr

Gleiches galt auch für den Kölkebecker Löschzug, der seine nahe des Osterfeuers ausgelegten Wasserschläuche sogar benutzen musste. Es galt, eine von den Flammen etwa zehn Meter entfernte Hecke regelmäßig zu bewässern, um ein mögliches Übergreifen der Flammen durch die enorme Hitze und Funkenflug zu verhindern. »Damit gehen wir auf Nummer sicher, denn wir haben aktuell wieder Waldbrandstufe eins«, sagte der Kölkebecker Löschzugführer Jörg Vemmer, der mit seinen Feuerwehrkameraden für einen sicheren Ablauf sorgen konnte.

Unerwünschte Müllentsorgungen in den Osterfeuern kamen in diesem Jahr übrigens kaum oder gar nicht vor. »Die Leute haben ein Gespür dafür bekommen. Es wird in jedem Jahr besser. Vor 25 Jahren wurden noch Sessel oder andere Möbel mit verfeuert«, erklärte Peter Goldbecker. Dies ist heute kaum mehr vorstellbar, denn für das Abbrennen eines Osterfeuers müssen heutzutage viele Auflagen erfüllt werden. Ein Aufwand, der sich allerdings lohnt, denn die erfolgreichen Veranstaltungen in diesem Jahr zeigten einmal mehr, wie wichtig es den Bürgern ist, diese alte und bei allen Generationen beliebte Tradition aufrecht zu erhalten.

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