Fr., 17.05.2019

Rahmenprogramm zur aktuellen Böckstiegel-Ausstellung im Wertheraner Museum Kinder werden zum Gemälde

Lilian Wohnhas (links), zuständig für Öffentlichkeitsarbeit des Böckstiegel-Museums, und Inga Michaelis vom Kindermuseum OWL werben für das Begleitprogramm.

Lilian Wohnhas (links), zuständig für Öffentlichkeitsarbeit des Böckstiegel-Museums, und Inga Michaelis vom Kindermuseum OWL werben für das Begleitprogramm. Foto: Johannes Gerhards

Von Johannes Gerhards

Werther (WB). Seit dem 5. Mai ist im Museum Peter August Böckstiegel die Ausstellung »Jugend und Alter« zu sehen. Im Begleitprogramm finden sich zahlreiche Angebote für unterschiedliche Alters- und Besuchergruppen, die während des gesamten Ausstellungszeitraums bis zum 15. September durchgeführt werden.

Neben den regulären öffentlichen Führungen, die mittwochs um 17 Uhr im Museum und an Wochenenden und Feiertagen jeweils um 15 Uhr in Kombination mit dem Künstlerhaus stattfinden, sind mehrere Sonderveranstaltungen ins Programm aufgenommen worden.

Internationaler Museumstag am 19. Mai

Anlässlich des internationalen Museumstages am 19. Mai gibt es von 14 bis 17 Uhr eine besondere Aktion in Zusammenarbeit mit dem mobilen Kindermuseum OWL. Kinder ab drei Jahren sind eingeladen, sich in ein echtes Gemälde zu verwandeln. Dafür stehen Bilderrahmen, Kulissen und künstlerisches Material bereit, das zum Teil vorher selbst hergestellt wird.

Das Kindermuseum wurde 2004 an der Universität Bielefeld als gemeinnütziger Verein gegründet und verfolgt experimentelle und spielerisch forschende Ansätze bei der Kunstvermittlung. »Vorwissen ist nicht erforderlich, die Teilnehmer sollen sich ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechend künstlerisch entfalten«, sagt Inga Michaelis als eine von insgesamt acht kunstpädagogischen Mitarbeiterinnen.

Entdeckungstour in die Vogelwelt

»Der Kuckuck ruft zum Feste«, heißt es am 23. Juni, wenn Anke Brandt zwischen 15 und 18 Uhr einen Kinderworkshop anbietet. Nach einer Entdeckungstour zu den rund ums Böckstiegel-Museum fliegenden, zwitschernden und piependen Vögeln kann jeder ein besonders schönes Exemplar mit Acrylfarbe auf Holz malen. Die Teilnahmegebühr beträgt 9,50 Euro inklusive Materialpauschale, eine Anmeldung ist erforderlich.

»Sehr gut haben sich die interaktiven Führungen mit Kreativangebot für die gesamte Familie eingespielt«, sagt Lilian Wohnhas. Sie finden jeweils am letzten Sonntag im Monat während des Ausstellungszeitraums statt. Der erste Termin ist am 26. Mai (weitere am 30. Juni, 28. Juli und 25. August) von 13 bis 14.30 Uhr. Kinder ab fünf Jahren, ihre Eltern und Großeltern können teilnehmen. Auch hier wird um Anmeldung gebeten, die Kosten betragen für Erwachsene sieben Euro plus 1,50 Euro Materialpauschale, für Kinder ist der Eintritt frei.

Bildhauerwerkstatt erfordert Phantasie

Karola Eisenblätter lädt am 1. Juni Kinder ab sechs Jahren zur Bildhauerwerkstatt ein. Auf einer vorbereiteten Grundform modellieren die Teilnehmer mit Gips einen Kopf. Ob es sich um Fratze, Portrait oder Tierkopf handelt, ist der Phantasie der jungen Künstler überlassen. Nach Anregungen aus dem Künstlerhaus werden die Skulpturen farbig ausgestaltet. Am 6. Mai findet unter dem Titel »Sommer in Arrode« ein Streifzug durch Wald und Wiesen rund um Künstlerhaus und Museum statt, für den sich Kinder ab sechs Jahren anmelden können.

An insgesamt vier Terminen (12. Juni., 3. Juli, 21. August und 11. September) jeweils ab 17 Uhr vermittelt Museumsleiter David Riedel bei exklusiven Kuratorenführungen interessante Hintergrundinformationen zur aktuellen Ausstellung.

Tastbilder für Menschen mit Sehbehinderung

An Menschen mit Sehbehinderung richtet sich Sabine Rott am 23. Juni zwischen 16:30 und 18 Uhr. »Dabei werden die Originale nicht berührt, es stehen aber Tastbilder mit per Schnur nachempfundener Linienführung und ausgewählte Plastiken bereit, die mit Handschuhen ertastet werden können«, erklärt Lilian Wohnhas.

In Kooperation mit dem Bestattungshaus Küstermann widmet sich David Riedel am 24. Juni um 18.30 Uhr in einem Vortrag dem Thema »Vater, Mutter und der Tod im künstlerischen Schaffen von Peter August Böckstiegel« Der Künstler hat zeitlebens Vater und Mutter portraitiert und ihnen ein künstlerisches Denkmal gesetzt. Mit deren Tod änderte sich Böckstiegels Kunst.

In drei Stunden den Böckstiegel-Pfad erkunden

Schließlich bieten Karola Eisenblätter und Udo Lange als eingespieltes Team am 30. Juni eine dreistündige Wanderung auf dem Böckstiegel-Pfad an. Der Teilnehmerbeitrag beträgt zwölf Euro, ein kulinarischer Ausklang im Café Vincent ist bei Selbstzahlung möglich.

Sämtliche Veranstaltungen im Rahmenprogramm und weitere Informationen sind in einer Begleitbroschüre dargestellt, die im Museum und an anderen relevanten Stellen ausliegt. Aktuelle Details sind zudem über die Webseite abrufbar .

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