Sa., 18.05.2019

Opus Arte sagt bei Opera Culinaria in Halle ». . . leise Servus« Abschied mit Grandezza

Das ist schon einige Jahre her: Die große Oper im ehemaligen Landratsgarten hat trotz stürmischer Bedingungen ein großes Publikum begeistert. Und auch im Schulzentrum Masch gab es bisher Platz für mehr als 300 Besucher.

Das ist schon einige Jahre her: Die große Oper im ehemaligen Landratsgarten hat trotz stürmischer Bedingungen ein großes Publikum begeistert. Und auch im Schulzentrum Masch gab es bisher Platz für mehr als 300 Besucher.

Von Klaudia Genuit-Thiessen

Halle (WB). Opus Arte lädt zum letzen Festmahl an gedeckter Tafel in Halle: Am Samstag, 22. Juni, verabschiedet sich der beliebte Opernchor im Foyer des Schulzentrums Masch mit der letzten Opera Culinaria. Einlass ist ab 19 Uhr. Die ersten Töne – abgesehen vom Klirren der Gläser – erklingen um 20 Uhr.

Ein Abschied nach 13 grandiosen Jahren – »und mit einer Träne im Auge«, wie Opus-Arte-Chef Reiner Beinghaus bei der Ankündigung sagt . Denn nach den spektakulären Konzerten im ehemaligen Landratsgarten und den schönen Veranstaltungen an der Masch sei es jetzt an der Zeit, mit Auftritten in Halle eine Pause einzulegen, um in guter Erinnerung zu bleiben. Reiner Beinghaus: »Wir wollen solche Konzerte nicht zur Routine werden lassen, und irgendwann verliert jeder das Interesse. Vielmehr hoffen wir auf eine tolle neue Idee, vielleicht ein ganz anderes Konzept für Halle. Wir lassen uns nicht entmutigen.« Grundsätzlich singe Opus Arte weiter, sagt der Maestro.

»Abendsegen« und »Triumphmarsch«

Er stand seinen Solisten oft genug als Countertenor zur Seite und hat mit seinen Akteuren sämtliche Höhen und Tiefen öffentlicher Auftritte durchlebt: darunter unerwartet ausfallenden Strom und Regen, Regen, Regen. »Bei unserem allerersten Konzert hat ein Caterer ein Drei-Gänge-Menü serviert. Der Hauptgang mit einer Wachtel wurde erst serviert, als wir gerade anfingen zu singen», erinnert sich Reiner Beinghaus an die zu diesem Zeitpunkt unerwünschte Klangkulisse. Auch ein regentriefendes, rotes Sofa ist unvergessen: Als die Bürgermeisterin und der Chorleiter Platz nahmen, saßen sie quasi in einer Pfütze. Aber auch das Publikum habe allen Wetterbedingungen getrotzt, bedankt sich Beinghaus.

Opus Opera sagt zwar »leise Servus«. Das aber mit einiger Grandezza und der gewohnten Opulenz. Wie beim allerersten Konzert ist noch einmal der »Abendsegen« aus Humperdincks Oper «Hänsel und Gretel« zu hören. Gesungen werden Stücke, die der Chor seit Jahren nicht mehr im Programm hatte und die jetzt neu begeistern. Wagners »Tannhäuser« und Verdis »Triumphmarsch« verlangen den Sängern noch einmal alles ab. Beinghaus: »Viele Jahre hartes Training hat die Opus Arte Opera zu dem gemacht, was sie heute ist.« Die Riege der Solisten kann sich hören lassen: Angelika Meyer (Mezzosopran) ist ebenso dabei wie Manuela Heinrich, Manuela Brenker Scholz und Larissa Kern (alle drei Sopran). Den Tenor gibt Horst Dieter Schumacher, die Bariton-Partien übernimmt Ralf Sczesny, während Reiner Beinghaus selbst als Countertenor auftritt. Weil im Schulzentrum Fluchtwege freigehalten werden müssen, können übrigens gerade einmal 206 Zuhörer Platz finden.

Tickets zum Preis von 20 Euro gibt es im Bürgerbüro. Reservierungen sind möglich über die Email-Adresse opus-arte@t-online.de oder Telefon 05425/954141.

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