Di., 04.06.2019

Mode-Unternehmen aus Halle soll mit dieser Größenordnung gerechnet haben Gerry-Weber-Insolvenz: Gläubiger fordern rund 275 Millionen

Die Firmenzentrale von Gerry Weber in Halle.

Die Firmenzentrale von Gerry Weber in Halle. Foto: Ulrich Fälker

Halle (dpa). Im Insolvenzverfahren beim Modehersteller Gerry Weber haben Gläubiger inzwischen Forderungen von rund 275 Millionen Euro angemeldet. Mit dieser Größenordnung sei gerechnet worden, teilte ein Unternehmenssprecher am Dienstag nach einer Gläubigerversammlung mit. Dabei stimmten die Gläubiger dem vom Gericht bestellten Sachwalter Stefan Meyer zu.

Es gebe mehrere Angebote von potenziellen Investoren , hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Auf welchem Weg die Sanierung erfolgt, solle noch in diesem Monat entschieden werden. Denkbar sei etwa neben der Investorenlösung auch die Umsetzung eines Insolvenzplans, bei dem die Gläubiger dem Unternehmen mit ihren Forderungen entgegenkommen – oder eine Mischform aus beidem.

Gerry Weber International hatte im Januar beim Amtsgericht Bielefeld Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt – mit dem erklärten Ziel, das Unternehmen zu sanieren. Betroffen von dem Insolvenzantrag war zunächst nur die Muttergesellschaft mit den Marken Taifun und Samoon. Inzwischen sollen rund 146 Filialen im Inland geschlossen werden – 330 Vollzeitarbeitsplätze würden nach derzeitigem Stand deutschlandweit wegfallen.

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