So., 14.07.2019

KGH verabschiedet Joachim Kloidt und andere Pädagogen Zwei emotionale Schulstunden

Abschiedsfeier im Café Pause: (von links) Sabine Kersten, Stephanie Eipper, KGH-Schulleiter Markus Spindler, Joachim Kloidt, Lisa von Wensierski, Paul Kawa und stellvertretende Schulleiterin Barbara Meise.

Abschiedsfeier im Café Pause: (von links) Sabine Kersten, Stephanie Eipper, KGH-Schulleiter Markus Spindler, Joachim Kloidt, Lisa von Wensierski, Paul Kawa und stellvertretende Schulleiterin Barbara Meise. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Von Klaudia Genuit-Thiessen

Halle (WB). Für die einen war Joachim Kloidt als Pädagoge eine Säule des Kreisgymnasiums, für seinen Nachfolger Ansgar Jaschke auch eine Art »Zieh-Vater«. Und Schulleiter Markus Spindler sprach von den »sehr großen Schuhen«, die der scheidende Chef-Chemiker hinterlässt.

Am letzten Schultag vor den Ferien gab es einige Verabschiedungen am KGH – zwei Schulstunden für die Emotionen im Kollegium. In der Pause zuvor hatten Schülerinnen schon Tränen vergossen.

Neben »Urgestein« Joachim Kloidt, der nach 35 Jahren in den Ruhestand wechselt (das WB berichtete), ist jetzt auch Heinrich Maybaum pensioniert worden. Der Deutsch- und Philosophielehrer, der seit 1998 am Kreisgymnasium tätig war, ist allerdings erkrankt und hat deshalb nicht an der Feierstunde teilgenommen. Eingeleitet wurde sie von dem um musikalisch talentierte Schüler aufgestockten Schulchor um Anke Decius, begleitet von Ulrike Gronewold (Cajon) und Kerstin Kunze (Klavier) mit Songs aus Musical und Pop sowie Beethovens Ode »An die Freude«. Auch viele Ehemalige hatten sich im »Café Pause« eingefunden, darunter Ex-Schulleiter Gerd Giesselmann und Karl-Ernst Kiel, Cornelia Schramm als frühere Konrektorin und viele aus dem Kollegium von damals.

Halbe Fachschaft Chemie verlässt das KGH

Nach sieben Jahren verlässt Paul Kawa die Schule Richtung Rheinland. Der beliebte und meist gut gelaunte Biologie-, Pädagogik- und Physiklehrer mit dem »legendären Ordnungssystem«, wie ihm Kollegin Ute Knemeyer bescheinigte, hat die Chinafahrt organisiert und wird die KGH-Schüler auch noch dorthin begleiten.

Auch Stephanie Eipper, seit zehn Jahren mit den Fächern Chemie und Pädagogik am KGH, wechselt – in diesem Fall nach Osnabrück. Damit erhofft sich die Mutter von zwei Töchtern, die am KGH Sicherheitsbeauftragte war und aktiv in der MINT-Mädchenförderung, dass sich Familie und Beruf leichter vereinbaren lassen. Fachfremd hat die Pädagogin, die nach dem Referendariat erst in der Pharma-Industrie tätig war, am KGH auch Physik unterrichtet.

Sabine Kersten (Latein/ev. Relegion hat einige Monate als Vertretungskraft am Gymnasium gearbeitet. Schulsozialarbeiterin Lisa von Wensierski tritt eine Vollzeitstelle an.

Auf das große Pech mit dem Brand in den Chemieräumen ging KGH-Direktor Spindler in seinen Abschiedsworten für Joachim Kloidt ein. Für die Schule sei es ein großes Glück gewesen, dass er die Chemiesammlung noch einmal aufbauen konnte. »Du brennst für deine Fächer und hast deshalb einiges mit westfälischem Dickschädel durchgesetzt«, erinnerte auch Konrektorin Barbara Meise. »Die Chemie zwischen dir und deinen Schülern hat gestimmt«, bescheinigte Anke Decius, die Geschenke der Kollegen überreichte. »Ich muss 50 Prozent der Fachschaft Chemie verabschieden«, bedauerte Ansgar Jaschke. Er habe unheimlich viel von Joachim Kloidt gelernt. Doch »die Philosphie der Chemie am KGH werde weitergeführt. Kloidt selbst sprach von einem erfüllten Berufsleben. Es sei geprägt von Dankbarkeit, Liebe zu Naturwissenschaften, Zeitgeist und Nachhaltigkeit.

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