UWG Halle feiert ihr 40-jähriges Bestehen mit 80 Gästen in der Remise
Einst unzufrieden, dann aktiv geworden

Halle (WB). Mitreden, sich einmischen, Sachthemen ohne parteipolitische Bindungen angehen – damit ist die Haller UWG 1979 angetreten. Der 40. Geburtstag wurde am Freitag mit 80 Gästen gefeiert.

Montag, 30.09.2019, 06:15 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 06:30 Uhr
Sie blicken auf 40 Jahre UWG in Halle zurück: (von links) Jürgen Deichsel, Anja Pohlmann, Karin Kozlowski, Moderatorin Tanina Rottmann, Manfred Stockhecke, Inge Böhm, Maik Hünninghaus, Michael Koch und Karl-Heinz Wöstmann. Foto: Malte Krammenschneider
Sie blicken auf 40 Jahre UWG in Halle zurück: (von links) Jürgen Deichsel, Anja Pohlmann, Karin Kozlowski, Moderatorin Tanina Rottmann, Manfred Stockhecke, Inge Böhm, Maik Hünninghaus, Michael Koch und Karl-Heinz Wöstmann. Foto: Malte Krammenschneider

Zahlreiche Freunde, langjährige Weggefährten und Abordnungen der anderen im Stadtrat vertretenen Parteien feierten in der Remise. Ein willkommener Anlass, um auf eine bewegte Geschichte des Vereins zurückzublicken, der es sich seit seiner Gründung auf die Fahnen geschrieben hat, ungebunden an ein Parteibuch und mit Präsenz vor Ort sich für die Inter­essen der Bürger einzusetzen.

»40 Jahre Unabhängige Wählergemeinschaft Halle – das sind 40 Jahre einer politisch unabhängigen Kraft in Halle und vor allem für Halle«, sagte der Vorsitzende der Haller UWG, Michael Koch, zum Auftakt seiner Festrede und nutzte anschließend die Gelegenheit, um sich bei den Gründungsmitgliedern Fritz Stodiek, Egbert Sausel, Gerhard Manke, Siegfried Stock, Werner Kamp und Peter Glaßmeier für ihre Initiative zu bedanken, die Haller UWG am 20. Juni 1979 aus der Taufe gehoben zu haben.

Engagement ohne parteipolitische Zwänge

Doch was waren eigentlich die Gründe, weshalb sich besagte Herren nicht mehr bei den etablierten Parteien aufgehoben fühlten ? »Es war die Unzufriedenheit. Sie wollten eine Politik im Rat etablieren, die ohne Parteibuch auskommt, parteipolitische Bindungen sollten nicht im Vordergrund stehen. Sie wollten kommunale Sachthemen mit dem Bürger und der Verwaltung zum Wohle aller diskutieren und ihre Heimat aktiv gestalten«, erklärte Michael Koch. Deshalb hätte sich auch der Leitspruch »Mit dem Bürger für den Bürger« entwickelt.

Ein Erbe, das Michael Koch, wie er sagt, »bewahren und ganz oben auf die politische Agenda schreiben« möchte. »Themen, die die Menschen in unserer Stadt bewegen, müssen öffentlich diskutiert und mit Sachverstand bürgernah entschieden werden«, sagte Koch und nahm die etwa 80 Gäste mit auf eine kleine Zeitreise durch 40 Jahre UWG-Geschichte.

Zur ersten Kommunalwahl nach Gründung gleich vier Ratsmandate

So legte der Verein 1979 einen bemerkenswerten Start hin und bekam bei seiner ersten Kommunalwahl gleich vier Ratsmandate. In den Folgejahren habe es bewegte Auseinandersetzungen mit den anderen Parteien gegeben. Koch berichtete von Peter Glaßmeiers und Detlev Kahmanns gescheiterter Bürgermeister-Kandidatur gegen Jürgen Wolf (CDU) sowie von weiteren Kommunalwahlen, bei denen sich die UWG aber stets behaupten konnte.

Eine Konstanz, die auch der Langenberger UWG-Bürgermeisterin und Kreisvorsitzenden Susanne Mittag nicht verborgen geblieben ist. »Für 40 Jahre braucht man Geduld und ein gutes Team. Sie sind hier super aufgestellt und leisten tolle Arbeit. Wir als UWG haben gute Argumente für Wähler, von denen viele im Moment auf der Suche sind«, erklärte sie. Susanne Mittag sprach sich für eine verbesserte Zusammenarbeit der einzelnen UWG-Vereine aus.

Die politische Landschaft »facettenreicher« gestaltet

Wenig später ergriff dann der stellvertretende Bürgermeister Dieter Baars von den Haller Christdemokraten das Wort und lobte, dass die UWG es geschafft habe, die politische Landschaft »facettenreicher« zu gestalten.

Es herrschte eine fröhliche Stimmung in der gut gefüllten Remise, und politische Diskurse schienen für einen Abend beiseite geschoben. Dafür sorgte nicht nur die charmante Moderation von Tanina Rottmann, sondern auch ein leckeres Grill-Buffet, das ein oder andere Frischgezapfte sowie die Musik der Band »Vielleicht Vier«.

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