Actosoft weiht nach Umzug mit 50 Mitarbeitern von Werther nach Halle »Actory« ein
Wie Vor- und Querdenker gut arbeiten

Halle-Künsebeck (WB). »Actory« das klingt nach Factory, nach Fabrik. Und in der Tat wird an diesem Ort Werthaltiges produziert. Doch in erster Linie arbeiten die 50 Mitarbeiter von Actosoft an Ideen und Problemlösungen. Insofern ist die »Actory« mehr eine Denkfabrik. Bei der Eröffnung der neuen Actosoft-Zentrale am Dienstag in Künsebeck hat der Firmenchef seinen vielen Gästen spannende Einblicke verschafft, auf welcher Basis Vor- und Querdenker bestmöglich arbeiten können.

Mittwoch, 09.10.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 09:46 Uhr
Actosoft-Geschäftsführer Christian Malachowski (rechts) und sein Partner Hans-Walter Hermanns (links) durchtrennen mit Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann symbolisch das grüne Band zur Eröffnung der neuen »Actory« in Künsebeck. Foto: Stefan Küppers
Actosoft-Geschäftsführer Christian Malachowski (rechts) und sein Partner Hans-Walter Hermanns (links) durchtrennen mit Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann symbolisch das grüne Band zur Eröffnung der neuen »Actory« in Künsebeck. Foto: Stefan Küppers

Der Softwarespezialist Actosoft ist aus dem benachbarten Werther, wo er 20 Jahre beheimatet war, nach Künsebeck gezogen. Im Gewerbegebiet an der B68, direkt hinter der Jet-Tankstelle, hat das Unternehmen in einem lange leerstehenden Gewerbebau von Adam Kraft (einer ehemaligen Druckerei) rund 1600 Quadratmeter angemietet, eingerichtet und umgebaut. Eine sechsstellige Summe ist nach den Angaben von Geschäftsführer Christian Malachowski dafür investiert worden.

Wir freuen uns sehr, dass Sie über den Berg gekommen sind.

Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann

Bei der offiziellen Eröffnung war auch Halles Bürgermeisterin eingeladen. »Wir freuen uns sehr, dass Sie über den Berg gekommen sind«, meinte Anne Rodenbrock-Wesselmann und betonte, dass Sie sich trotz des abermaligen Umzuges eines Wertheraner Unternehmens nach Halle weiterhin gut mit ihrer Amtskollegin Marion Weike verstehe. Was sich mit Actosoft in Halle weiter entwickele sei modern, zukunftsorientiert und sehr professionell, lobte sie.

Was einst mit der Entwicklung von intelligenten Kassensystemen für den Modebereich begann, hat sich mehr und mehr zu einer umfassenden IT-Dienstleistung für Fashion- und Lifestyle-Unternehmen entwickelt, was Actosoft unter den Schlagworten Modernisierung der Stores, Dynamisierung der Vertriebskanäle und Integration der gesamten Wertschöpfungskette zusammenfasst. »Wir bieten unseren Kunden an, dass wir uns komplett um ihre IT kümmern, damit sie Kraft und Zeit gewinnen, sich auf die Arbeit an ihrer Marke zu konzentrieren«, erläutert Malachowski. Dass die wichtigen Fragen erst mit einem Warum beginnen und erst dann zu den weiteren Frageworten Was und Wie führen, stellte er auch in den Mittelpunkt eines Vortrages, zu dem sich weitere Aktionen und Workshops am Eröffnungstag gesellten.

Überall wurden Treffpunkte fürs kreative Miteinander geschaffen

Bei einem Rundgang verdeutlichte der Geschäftsführer, wie das Raumgestaltungs- und Arbeitskonzept die Unternehmensphilosophie abbildet und unterstützt. Gearbeitet wird bei Actosoft nach der sogenannten Srum-Methode, die ein Vorgehensmodell des Projekt- und Produktmanagements ist, insbesondere zur agilen Softwareentwicklung. Das schnelle Arbeiten in Teams und das Netzwerken untereinander sind wesentliche Bestandteile. Räumlich bedeutet das, dass sich überall Treffpunkte fürs kreative Miteinander finden.

Und das Unternehmen hat ein hohes Interesse daran, dass sich die Mitarbeiter für diese agilen Methodiken an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen. Zu dem Konzept gehören beispielsweise eine gemeinsame Küche, ein kleines Fitnessstudio und ein Raum für ein Powernapping (Nickerchen). Das alles hat Christian Malachowski unters Motto »Damit Arbeit nicht der blöde Teil des Lebens ist...« gestellt. Und er ist überzeugt: So bekommt ein Unternehmen eine andere Basis, auf der Mitarbeiter Ideen entwickeln. Malachowski: »So schafft man Boden für Kreativität und Inspiration.«

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