Sa., 12.10.2019

Spatenstich für Versorgung von mehr als 1000 Hausanschlüssen im Haller Außenbereich Startschuss fürs große Glasfaser-Projekt

Vor dem Feuerwehrgerätehaus in Kölkebeck ist symbolisch der erste Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes im Außenbereich gesetzt worden: (von links) Tiefbau-Planer Michael Trammer, Jana-Katharina Bayer (Atene, Breitband-Büro des Bundes), Maurice Kleffel und Daniel Nölkensmeier (beide Geschäftsstelle Gigabit.NRW bei der Bezirksregierung Detmold), Johannes Wiese und Jochen Strieckmann (Geschäftsführer hallewestfalen.net), Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann und Ralph Brinkhaus (MdB/CDU).

Vor dem Feuerwehrgerätehaus in Kölkebeck ist symbolisch der erste Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes im Außenbereich gesetzt worden: (von links) Tiefbau-Planer Michael Trammer, Jana-Katharina Bayer (Atene, Breitband-Büro des Bundes), Maurice Kleffel und Daniel Nölkensmeier (beide Geschäftsstelle Gigabit.NRW bei der Bezirksregierung Detmold), Johannes Wiese und Jochen Strieckmann (Geschäftsführer hallewestfalen.net), Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann und Ralph Brinkhaus (MdB/CDU). Foto: Stefan Küppers

Von Stefan Küppers

Halle-Kölkebeck (WB). 2021, das ist die Zielmarke. Dann sollen rund 1050 Haushalte im Haller Außenbereich mit einem Direktanschluss ans Glasfaserkabel über superschnelles Internet verfügen. Am Freitag ist in Kölkebeck der symbolische erste Spatenstich für den Start der dafür nötigen Tiefbauarbeiten erfolgt.

Was in Kölkebeck in Gang gesetzt wurde, ist das bislang teuerste Bauprojekt der Stadt Halle. Rund 19 Millionen Euro werden dabei verbaut, über etwa 120 Kilometer müssen die Glasfaserkabel in vorschriftsmäßig gebauten Gräben verlegt werden. Halle ist dabei nur eine von zwei Kommunen in ganz NRW, die ein sogenanntes Betreibermodell fährt und ansonsten selbst Eigentümer des Glasfasers bleibt. Die späteren Kunden im Außenbereich kostet der Hausanschluss nichts extra, was freilich nur dank erheblicher Fördermittel von Bund (9,4 Millionen Euro) und Land (7,5 Millionen) realisiert werden kann. Die Stadt selbst trägt einen Eigenanteil von 1,9 Millionen Euro.

Fördergelder in letzter Minute geflossen

Die beiden Geschäftsführer der hallewestfalen.net, Kämmerer Jochen Strieckmann und TWO-Geschäftsführer Johannes Wiese, zeigten sich »super-glücklich«, dass nach vier Jahren Vorbereitungszeit nun der erste Spatenstich gesetzt werden konnte. Denn, wie berichtet, war die noch rechtzeitige Zuweisung der Fördergelder eine terminliche Punktlandung. Sonst hätte das Ausbauprojekt noch einmal ein- bis eineinhalb Jahre Verzögerung erfahren. So steht das Projekt nun selbst unter Termindruck. Bis Ende 2020 müssen die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sein, damit innerhalb einer bestimmten Frist mit den Fördergebern abgerechnet werden kann.

Gebaut wird von sechs neu zu errichtenden Netzverteilerhäuschen zu den Kabelverteilerschränken. Von dort geht es zu den 1050 Hausanschlüssen: 160 in Ascheloh, 80 in Bokel, 100 in Eggeberg, 100 in Hesseln, 225 in Hörste, 150 in Kölkebeck und 300 in Künsebeck. Sobald ein Ortsteil ausgebaut ist, kann die Telekom als gewählter Netzbetreiber das schnelle Internet mit 1000 m/Bit pro Sekunde anbieten.

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So ein Projekt kann man nur mit ganz viel Engagement vor Ort realisieren.

Ralph Brinkhaus MdB

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»So ein Projekt kann man nur mit ganz viel Engagement vor Ort realisieren«, lobte Ralph Brinkhaus, Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, den Einsatz der beiden Geschäftsführer Strieckmann und Wiese. Es sei ein wichtiges Ziel der Bundesregierung, dass der ländliche Raum auch durch das Leistungsversprechen mit schnellem Internet belebt bleibe. Ansonsten gelte aber der Spruch »Das wahre Leben läuft immer noch analog«, schmunzelte Brinkhaus. Viel Anerkennung für den Einsatz der Stadt Halle und ihrer Tochtergesellschaft kam auch von weiteren Vertretern der Bundes- und der Landesgeldgeber sowie von der Telekom.

Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann wies darauf hin, dass künftig auch die Schulen im Haller Innenbereich mit Glasfaser versorgt sein werden.

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