Sa., 21.12.2019

Bezirksregierung Detmold zieht ihr Fazit nach dem jüngsten Erörterungstermin Storck-Erweiterung: Viele Konfliktpunkte geklärt

Von Stefan Küppers

Halle (WB). Einige der zentralen Konfliktpunkte im Zusammenhang mit der Erweiterungsplanung der August Storck KG scheinen sich auf einem guten Lösungsweg zu befinden. Dieses Fazit lässt sich aus Aussagen der Bezirksregierung ziehen, die diese nach einem Erörterungstermin im laufenden Änderungsverfahren für den Regionalplan gemacht hat.

Wie berichtet, will der Süßwarenriese in Halle die Produktions- und Betriebsflächen um 18 Hektar erweitern und in den kommenden Jahren mit bis zu vier neue Produktionshallen und einem weiteres Verwaltungsgebäude die Weichen für die Zukunft stellen . Für das notwendige Änderungsverfahren des Regionalplanes hat in dieser Woche unter Federführung des Leitenden Regierungsbaudirektors Peter Patschke, Leiter des Dezernates Regionalplanung bei der Bezirksregierung, ein nicht-öffentlicher Erörterungstermin stattgefunden.

„Das Ziel des Ausgleichs von Meinungen und Positionen in den überwiegenden Teilen ist erreicht.“

Laut eines Sprechers der Bezirksregierung hat der Termin in einer „konstruktiven Atmosphäre“ stattgefunden und ist „das Ziel des Ausgleichs von Meinungen und Positionen in den überwiegenden Teilen erreicht“. So hätten die Naturschutzverbände die Aussagen der vorgelegten Gutachten zu Stickstoff-Belastungen in FFH-geschützten Bereichen, hervorgerufen durch Kfz-Verkehr, akzeptiert. Bei der viel diskutierten Grundwasser-Thematik hätten sich die Beteiligten auf folgende Formel geeinigt: Es werde bei Storck keine Wasserförderung geben, die den Grundwasserspiegel des FFH-Gebietes negativ beeinträchtige. Sollten dennoch negative Auswirkungen offenbar werden, müsse das Unternehmen seinen Wasserbedarf aus anderen Quellen beziehen. Auch dieses Thema sei für die Naturschutzverbände damit zufriedenstellend gelöst, hieß es am Freitag.

Beim Streitpunkt Flächenverbrauch ist es nach der Darstellung der Bezirksregierung für die Umweltverbände nicht plausibel, dass Storck nicht auch noch höher bauen könne, um Fläche einzusparen. Das Thema Flächeneinsparung kommt demzufolge nach dem Erörterungstermin ins Hausaufgabenheft und soll bei späteren Detailfragen (z.B Parkhausbau) behandelt werden.

Wertvolle Ackerböden sollen nicht für Flächenausgleich genutzt werden

Schließlich hat man sich nach einem Einwand der Landwirtschaftskammer in der Runde mit Unternehmen, Behörden und Verbänden laut Bezirksregierung darauf geeinigt, dass die Flächenkompensation nicht auf guten landwirtschaftlichen Flächen stattfinden soll. Storck verfügt insbesondere in Werther über eigene Flächen, die laut Landwirten eine hohe Qualität haben.

Laut Zeitplan könnte der Regionalrat den Aufstellungsbeschluss im März 2020 fassen. Liegt der vor, könnten parallel die Änderungen des Flächennutzungsplanes und der Bebauungsplan angegangen werden.

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