Mo., 23.12.2019

Hässlichkeit ist Trumpf beim ersten Ugly Christmas Sweater Run in Künsebeck Elche, Blinklichter und Schneemänner

Für ihre Weihnachtsoutfits wurden (von links) Nathalie Koch, Edeltraud Lübbert, Christian Koelen, Jonathan Fritsch und Astrid Spitzer beim Lauf prämiert.

Für ihre Weihnachtsoutfits wurden (von links) Nathalie Koch, Edeltraud Lübbert, Christian Koelen, Jonathan Fritsch und Astrid Spitzer beim Lauf prämiert. Foto: Kerstin Panhorst

Von Kerstin Panhorst

Halle-Künsebeck  (WB). Was läuft so spät durch Nacht und Wind? Es sind die Teilnehmer des ersten Künsebecker Ugly Christmas Sweater Run! Die laufen mit Lichterketten behängt, in Weihnachtsmütze, Engelskostüm und vor allem in ihren hässlichsten Weihnachtspullovern und Shirts nicht für die sportliche Bestzeit, sondern für ihr textiles Statement.

15 Teilnehmer starteten am Gemeindehaus Künsebeck beim Lauf, der vom Sportverein TV Deutsche Eiche in Kooperation mit dem Pfarrbezirk organisiert wurde unter den Blicken von noch einmal so vielen Zuschauern. Alle Lauf- und Walkingbegeisterten waren eingeladen sich in Weihnachtspullovern auf die Strecken zu begeben. Während die Läufer acht Kilometer bis nach Halle und zurück absolvierten, begaben sich die Walker auf einen sechs Kilometer langen Rundkurs. Eine Zeitnahme erfolgte nicht, es ging für alle weniger um sportliche Höchstleistungen als um den Spaß an der Sache.

Weltweit laufen am gleichen Tag

Ugly Sweater Runs finden inzwischen weltweit im Dezember statt. „Ich habe von einem im Ruhrgebiet gelesen und dann weiter recherchiert. Die finden tatsächlich am gleichen Tag überall auf der Welt statt“, erzählt Initiatorin Friederike Hegemann. Also schlug sie der Kirche und dem Sportverein eine gemeinsame Veranstaltung vor und rannte damit offene Türen ein.

Die Geschichte der hässlichen Weihnachtspullover (Englisch: ugly Christmas sweater) selbst beginnt in den 1980er Jahren, als Showgrößen im Weihnachtsprogramm des britischen Fernsehens in mit Weihnachtsmotiven verzierten Strickpullovern auftraten. Danach entwickelte sich das Kleidungsstück im angelsächsischen Raum zu einem Scherzartikel und der Kult des „hässlichen Weihnachtspullovers“ schwappte auch nach Deutschland über.

Um die titelgebenden Teile zu würdigen, gab es statt einer Siegerehrung für den Künsebecker Lauf bei Glühwein, Punsch und Weihnachtskeksen im Anschluss eine Preisvergabe für die hässlichsten Weihnachtspullover und andere festliche Utensilien der Starter. Den ersten Platz belegte Edeltraud Lübbert, die zwar keinen Weihnachtspullover anhatte, dafür sich aber als Rentier Rudolph eine rote Nase geschminkt und ein Geweih auf den Kopf gesetzt hatte. Den zweiten Platz teilen sich Jonathan Fritsch und Christian Koelen, der sogar eine Weihnachtsmann-Krawatte zum Anlass trug. Auf dem dritten Platz landeten Astrid Spitzer, die mit ihrer Tochter extra kleine Pullover-Kekse gebacken hatte und Natalie Koch mit ihrem blinkenden und Musik spielenden Rentierpulli. „Dafür hat sich die Anreise doch gelohnt“, erklärt die Bielefelderin, die über Facebook vom Lauf erfahren hatte.

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