Fr., 27.12.2019

Besuch in Haller Krankenhaus, Altenheim und JVA: Über 150 Ehrenamtliche bringen Freude an Heiligabend Gelebte Nächstenliebe

Mehr als 150 freiwillige Helfer sorgen für eine überwältigende Resonanz der Besuchsaktion an Heiligabend. Pastor Bernd Eimterbäumer erklärt vorab das Prozedere.

Mehr als 150 freiwillige Helfer sorgen für eine überwältigende Resonanz der Besuchsaktion an Heiligabend. Pastor Bernd Eimterbäumer erklärt vorab das Prozedere. Foto: Malte Krammenschneider

Von Malte Krammenschneider

Halle (WB). Sei es in Krankenhäusern, Altenheimen oder Gefängnissen: Es gibt an Heiligabend Orte, an denen Menschen nicht im Kreise ihrer Liebsten Weihnachten feiern können und einsam sind. Um ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, Zuwendung oder einfach ein Gespräch zu schenken, waren Dienstag mehr als 150 Freiwillige im Einsatz.

Vom Jugendheim der Evangelischen Kirchengemeinde Halle machen sie sich auf den Weg, um kurz vor dem Fest eine gute Tat zu vollbringen. „Einfach überwältigend! So viele waren wir wohl noch nie“, sagt Pastor Bernd Eimterbäumer, als er am Morgen des 24. Dezember inmitten einer großen Menschentraube steht und in die Augen von mehr als 150 Hochmotivierten blickt. „Wir sind heute unterwegs, um mit Liedern und kleinen Geschenken Liebe unter die Menschen zu bringen“, erklärt Eimterbäumer und stellt die möglichen Ziele vor.

Im Krankenhaus wird gesungen

So macht sich eine Gruppe auf den Weg, um den Bewohnern des Altenzentrums Eggeblick mit Blechbläsern und Weihnachtsliedern schöne Momente zu bescheren. Ebenfalls auf großes Interesse stößt die Möglichkeit, im Krankenhaus zu singen, einige schließen sich Michael Künsebeck an, um drei Flüchtlingsfamilien zu besuchen, und eine weitere Gruppe besucht die Wohnstätte für Menschen mit Handicap, „Stodieks Hof“.

Bedrückend sind zudem die Besuche in den Justizvollzugsanstalten. Hierfür müssen die Teilnehmer mindestens 18 Jahre sein. „Wir fahren nach Brockhagen, und zum ersten Mal geht es zu Jungtätern in die JVA Verl“, erklärt Michael Koch, und Bernd Eimterbäumer betont, dass auch diese Menschen Unterstützung verdienen: „Es geht darum, jemandem das Gefühl zu geben, ein geliebtes Geschöpf Gottes zu sein. Manchmal haben die Leute dort Vorbehalte, doch nach ein paar Minuten kommt man ins Gespräch.“

Teilnehmer beschenken sich mit ihrem Einsatz auch selbst

Eimterbäumer zeigt sich von der Einsatzbereitschaft der Haller beeindruckt. „Wir sind vor zehn Jahren mit der Aktion gestartet, und es haben immer mehr mitgemacht. Das Schöne ist ja auch, dass sie sich selbst damit beschenken. Ganz toll!“

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