Mi., 04.03.2020

Konzert des Projektchores von Martin Rieker in Halle erfährt viel Unterstützung Und sie können doch singen

Der Projektchor „Sorry, wir singen” stimmte unter der Leitung von Martin Rieker (am Klavier) zahlreiche Abendlieder an. Das Konzert im Bürgerzentrum Remise wurde ein schöner Erfolg – obwohl angeblich alle nicht singen konnten.

Der Projektchor „Sorry, wir singen” stimmte unter der Leitung von Martin Rieker (am Klavier) zahlreiche Abendlieder an. Das Konzert im Bürgerzentrum Remise wurde ein schöner Erfolg – obwohl angeblich alle nicht singen konnten.

Von Malte Krammenschneider

Halle (WB). Mit einem wunderbaren Mix aus stimmungsvoll vorgetragenen Abendliedern hat der Haller Projektchor „Sorry wir singen“ am Sonntagnachmittag eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass mit ein wenig Übung jeder singen und zu einem tollen Gesamtklang beitragen kann.

„Ich habe mich damals auf den Marktplatz gestellt, Männer angesprochen und sie gefragt, ob sie singen können. Die Antwort war natürlich immer Nein. Da meinte ich: Dann sind sie bei mir genau richtig“, erinnerte sich Chorleiter Martin Rieker an die Gründungszeit des Projektchores, der in den letzten Jahren immer mehr vermeintliche Gesangsmuffel in stolze Chormitglieder verwandelt hat.

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Ich habe mich damals auf den Marktplatz gestellt, Männer angesprochen und sie gefragt, ob sie singen können.

Chorleiter Martin Rieker

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Die Freude am Singen wurde bereits beim Einmarsch deutlich, den die Protagonisten mit dem Lied „Singen macht Spaß“ vollzogen. Es schloss sich eine kreative, leicht umgedichtete Version von Mozarts kleiner Nachtmusik an, bevor die rund 70 Gäste mit Hartmut Sturm einen leidenschaftlichen Musiker auf der „Bühne“ begrüßen konnten, der an diesem Tag einige plattdeutsche Lieder im Gepäck hatte.

Plattdeutsches kommt sofort gut an

„Obwohl ich gebürtiger Hamburger bin, habe ich mich erst während meiner Zeit in Neumünster in das Plattdeutsche verliebt“, gestand Sturm, den es nach seiner Zeit als Kirchenmusiker in Schleswig-Holstein zuletzt nach Bielefeld gezogen hatte, wo er 17 Jahre lang als Organist in der Altstädter Nicolaikirche tätig war. Gut gelaunt stimmte er kurzerhand Lieder wie „lustig rit he“ oder „wat is een Johr“, die einige Zuhörer sogar mitsingen konnten.

Anschließend war wieder „Sorry, wir singen“ an der Reihe und präsentierte unter anderem ein Volkslied aus dem Erzgebirge, ein Liebeslied aus Ostpreußen und das Stück „Schön die Abendglocken klingen“ aus dem „Nachtlager von Granada“. Eine Mischung, die das erfreute Publikum mit langanhaltendem Beifall belohnte.

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