Stadt will keine Einbauten an der Haller Graebestraße
Verkehrsversuch ist gescheitert

Halle (WB). Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und insbesondere der Schulwegsicherheit soll die Geschwindigkeit in einer großflächigen Tempo 30-Zone „westliche Innenstadt“ auf maximal 30 km/h reduziert werden. Den Versuch, Absperrbaken aufzustellen und damit mögliche Einbauten zu simulieren, hat Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann aber als gescheitert erklärt.

Dienstag, 31.03.2020, 18:17 Uhr aktualisiert: 31.03.2020, 19:18 Uhr
Der Verkehrsversuch hat gezeigt, dass es im Kreuzungsbereich der Haller Weststadt, hier Aufmündung Graebestraße auf die Goebenstraße, mit Einbauten zu eng geworden wäre. Foto: Stefan Küppers
Der Verkehrsversuch hat gezeigt, dass es im Kreuzungsbereich der Haller Weststadt, hier Aufmündung Graebestraße auf die Goebenstraße, mit Einbauten zu eng geworden wäre. Foto: Stefan Küppers

Von einer Verkehrsberuhigung profitieren vor allem die schwachen Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer. Um das Verständnis für die reduzierte Geschwindigkeit zu erhöhen, sind aufgrund verkehrsrechtlicher Vorgaben des Straßenverkehrsamtes Einbauten in verschiedenen Bereichen des Gebietes vorzusehen. Insbesondere wäre hiervon die Graebestraße betroffen. Aufgrund der direkten Zufahrtssituation für die Innenstadt ist die Graebestraße besonders sensibel. Zur Prüfung der vorgeschlagenen Maßnahmen wurde nun an der Graebestraße eine Testphase durchgeführt. Es wurden Absperrbaken aufgestellt, die mögliche Einbauten simulieren.

Kritisch für den Zulieferverkehr

Bereits nach kurzer Testdauer bei derzeit vermindertem Verkehr stellte sich aber laut Bürgermeisterin heraus, dass diese Einbauten zum Beispiel für die Zulieferung der Geschäftsbereiche kritisch sind. SPD, Grüne und UWG sind sich einig, dass diese Einbauten in dieser Form nicht zielführend sind. Somit hat die kurze Testphase bereits ein Ergebnis erbracht und kann nunmehr aufgehoben werden. Mit einfachsten Mitteln und geringstem Aufwand eine erhöhte Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erreichen, soll aber das Ziel bleiben. Nun soll erneut mit der Straßenverkehrsbehörde Kontakt aufgenommen werden, um die Tempo 30-Zone baldmöglichst zu realisieren.

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