Neuer Sportplatz nimmt Gestalt an – Lärmgutachten liegt vor
Halfpipe soll nach Süden rücken

Halle (WB). Ostern stand als ehrgeiziges Ziel im Raum. Doch wo nach Corona irgend wann einmal die Kicker vom SC Halle auf grünem Kunstrasen an den Ball treten, ist derzeit graue Schotterwüste. Die Sportplatzbauer haben die wochenlangen Verzögerungen durch den Dauerregen im Februar längst wieder aufgeholt. Spätestens Ende Juni ist der erste neue Sportplatz an der Masch fertig. Selbst der Kork für den Kunstrasen-Untergrund ist inzwischen aus Portugal eingetroffen.

Freitag, 24.04.2020, 07:00 Uhr
Die Stadt will in einem Workshop mit allen Beteiligten klären, wie der Rest der sportlichen Angebote an der Masch gestaltet werden kann. Die alte Halfpipe und andere Skate-Elemente sollen wahrscheinlich nach Süden verrückt werden.              Foto: Klaudia Genuit-Thiessen
Die Stadt will in einem Workshop mit allen Beteiligten klären, wie der Rest der sportlichen Angebote an der Masch gestaltet werden kann. Die alte Halfpipe und andere Skate-Elemente sollen wahrscheinlich nach Süden verrückt werden.               Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

„Es gab aufgrund der Coronakrise Lieferverzögerungen. Doch jetzt hat die Firma Polythan das Material von dem Lkw wohl zwischengelagert“, sagt Benjamin Potthoff. Als Abteilungsleiter im Haller Rathaus begleitet er den Bau der großen Anlage im Süden der Kernstadt, die in mindestens zwei Abschnitten ggebaut wird. In diesen Tagen läuft die Ausschreibung für den zweiten Platz an.

Sitzstufenanlagen sind fertig

Denn der erste nimmt sichtlich Gestalt an: Drei Kolonnen der Ummelner Firma Heiler haben tüchtig rangeklotzt: Beide Sitzstufenanlagen sind fertiggestellt, das Pflaster weitgehend. Der Schotter liegt plan und ist damit vorbereitet für die flexible Elastik-Schicht, auf die dann der Kunstrasen verlegt wird. Die Elektro-Anschlüsse für die Flutlicht- und Beregnungsanlage liegen. Benjamin Potthoff: „Jetzt können die Kreisregner eingebaut werden“. Ballfangzäune und Banden fehlen noch.

Inzwischen liegt auch die lärmtechnische Untersuchung des Bielefelder Fachbüros Akus vor. Von dem Gutachten hat sich die Stadt eine wesentliche Entscheidungshilfe für die weitere Planung des Geländes erhofft. Denn zu klären ist, ob man den Skatepark und das Beachvolleyballfeld, Fitnessgeräte, Parkour-Anlage und andere Geschichten für eine Mehrfachnutzung überhaupt dort bauen kann, wo es gewünscht ist. Einen Workshop mit allen Beteiligten hat die Stadt auf Spätsommer verschoben. „Ein Skatepark ist nach den Freizeit-Lärmrichtlinien zu beurteilen, nicht nach Sportrichtlinien. Grundsätzlich ist eine Anlage zwischen dem Biotop an der Schule und der Wasserwerkstraße möglich“, bestätigt Benjamin Potthoff.

Stadt hofft auf 50 Prozent Zuschüsse

Am bisherigen Standort haben Halfpipe & Co. mit Metall- und Kunststoffoberflächen noch Bestandsschutz. Neue Elemente – wahrscheinlich eine homogene Betonfläche mit eingearbeiteten Hindernissen – sind ohnehin geräuschärmer. Gleichwohl sollen die Bahnen aus Lärmschutzgründen weiter südlich aufgebaut werden Neben der Standortfrage klärt die Stadt jetzt die Förderung. Bedingung für den Neubau ist eine 50prozentige Förderung von insgesamt 80.000 Euro Planungskosten sowie 650.000 Euro, die für die Fertigstellung der Anlage 2021 zu Buche schlagen. „Wir klopfen jetzt alle Fördertöpfe darauf ab, wo die besten Erfolgsaussichten bestehen“, sagt Potthoff.

Im ersten Bauabschnitt hat es keine Probleme mit hoch stehendem Grundwasser gegeben. Die Drainage des Geländes füllt das Regenrückhaltebecken aktuell nur zwölf Zentimeter, 20 sind ohne Kapazitätsprobleme üblich. Beim zweiten Sportplatz ist auf jeden Fall eine Absenkung erforderlich. Potthoff: „In 60 bis 70 Zentimeter Tiefe steht Schichtenwasser.“

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