207 verantwortungsbewusste Blutspender in Halle und Brockhagen
In der Krise umso wertvoller

Halle (WB). Für den DRK-Ortsverein Ravensberg ist es am Montagnachmittag der erste große Blutspende-Termin nach Ausbruch des Corona-Virus. Für alle Beteiligten eine Herausforderung, die sie jedoch mit besonderen Hygienemaßnahmen und viel Kompetenz meistern.

Dienstag, 26.05.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 05:02 Uhr
Bereits zum 60. Mal ist Rolf Schäperkötter zum Blutspenden gekommen – auch in Zeiten der Corona-Krise für ihn eine Selbstverständlichkeit. Betreut wird der treue Spender bei der Blutabnahme von DRK-Mitarbeiterin Silke Höpers. Foto: Malte Krammenschneider
Bereits zum 60. Mal ist Rolf Schäperkötter zum Blutspenden gekommen – auch in Zeiten der Corona-Krise für ihn eine Selbstverständlichkeit. Betreut wird der treue Spender bei der Blutabnahme von DRK-Mitarbeiterin Silke Höpers. Foto: Malte Krammenschneider

„Es ist schon ein anderes Arbeiten. Man muss viel mehr Dinge beachten. Die Spendenbereitschaft ist aber sehr ordentlich und die Leute reagieren, auch wenn es etwas länger dauert, verständnisvoll“, sagt Claudia Horstmann, die für die Organisation der Blutspendeaktionen zuständig ist.

Anders als sonst üblich wird bei Spenderinnen und Spendern bereits vor dem Eintritt in das Gebäude die Körpertemperatur gemessen. „So wollen wir auf Nummer sicher gehen. Ohnehin sollte niemand Blut spenden, der sich nicht wohl fühlt oder erkältet ist“, erklärt Horstmann. Es gelte also grundsätzlich: Wer gesund und fit ist kann weiterhin ohne Probleme spenden, denn Krankenhäuser benötigen Blutkonserven gerade auch in Pandemie-Zeiten dringend für Therapien und Notfallversorgungen.

Damit dies reibungslos funktioniert und ein möglichst hoher Schutz für die Spender gewährleistet werden kann, stehen die DRK-Blutspendedienste im engen Austausch mit den verantwortlichen Behörden. Neu in Zeiten von Corona ist beispielsweise die Anweisung, dass Menschen die in den 14 Tagen zuvor im Ausland waren, derzeit > nicht Blut spenden dürfen. Außerdem müssen die Spender versichern, dass sie keinen Kontakt zu einem oder einer Infizierten gehabt haben. Getestet auf das neuartige Virus werden sie allerdings nicht.

Bei den Spendeterminen wird auf das sonst übliche Catering verzichtet. „Stattdessen verteilen wir als Dankeschön Lunch-Pakete und Saatgut für ein Blumenbeet“, erklärt Claudia Horstmann. Sie macht an diesem Tag trotz der noch ungewohnten Umstände einen entspannten Eindruck und freut sich darüber, dass viele Blutspender sich offenbar von der Krise nicht abschrecken lassen: „Das ist toll. Jedoch hat sich die Atmosphäre etwas verändert. Es gibt nicht so viele Gespräche und ist deutlich ruhiger als sonst.“

Die Bilanz kann sich an diesem Tag jedenfalls sehen lassen. Insgesamt sind 130 Personen (unter ihnen 16 Erstspender) ins Henry-Dunant-Haus an der Bismarckstraße, um Blut zu spenden. Dazu gesellen sich 77 aus Brockhagen (10 Erstspender).

Der nächste Blutspende-Termin ist am kommenden Donnerstag, 28. Mai, in Werther (Grundschule Mühlenstraße). Von 16 Uhr bis 20 Uhr sind Spender eingeladen. „Ausdrücklich auch Leute aus Borgholzhausen und Steinhagen, denn dort mussten Termine ausfallen“, sagt Claudia Horstmann.

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