Grundschule Gartnisch in Halle ist betroffen – Gesundheitsamt sieht keine Notwendigkeit für weitere Quarantänen bei Lehrern und Schülern
Entwarnung nach Corona-Infektion eines Schulkindes

Halle (WB). Ein Kind der Grundschule Gartnisch hat sich mit dem Corona-Virus infiziert, wie Regina Bresser, für Schulen zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus, dem WB bestätigt hat. Die Infektion ist nach Einschätzung der Fachleute vom Gesundheitsamt jedoch so weit unter Kontrolle, dass weitergehende Quarantäne-Maßnahmen für andere Schüler, Lehrer und Eltern nicht notwendig sind.

Samstag, 30.05.2020, 12:09 Uhr aktualisiert: 30.05.2020, 12:12 Uhr
Ein Kind der Grundschule Gartnisch in Halle hat sich mit dem Corona-Virus infiziert, allerdings nach Feststellungen des Gesundheitsamtes nicht in der Schule selbst. Die Behörde hat nach Überprüfungen entschieden, dass gegen Mitschüler und Lehrer keine weiteren Quarantänen verhängt werden müssen. Foto: Küppers
Ein Kind der Grundschule Gartnisch in Halle hat sich mit dem Corona-Virus infiziert, allerdings nach Feststellungen des Gesundheitsamtes nicht in der Schule selbst. Die Behörde hat nach Überprüfungen entschieden, dass gegen Mitschüler und Lehrer keine weiteren Quarantänen verhängt werden müssen. Foto: Küppers

Corona-Symptome beim Kind sind erst Tage nach einem Schulbesuch aufgetreten

Wie Regina Bresser schildert, sind bei dem Kind am Sonntag, 24. Mai, entsprechende Corona-Symptome festgestellt worden. Laut Gesundheitsamt sei das Kind aber erst zwei Tage zuvor, demnach am Freitag, 22. Mai, tatsächlich auch schon ansteckend gewesen. Die Infizierung des Kindes sei nicht in der Schule erfolgt, sondern über einen anderen, nicht näher mitgeteilten Weg. Da das Kind aber bereits am Montag, 18. Mai, das letzte Mal in der Grundschule war, konnte nach Auffassung des Gesundheitsamtes auf Quarantäne-Anordnungen den Mitschülern oder Lehrern gegenüber verzichtet werden, wie Bresser berichtet. In der Grundschule gibt es wegen der vielen Kleingruppen und Abstandsgebote ein rollierendes System. Das heißt, dass derzeit nur jeweils ein Jahrgang an einem Tag die Schule besucht. Bresser: „Die Jahrgänge untereinander begegnen sich also nicht.“

Die Fachbereichsleiterin betont, dass die Abläufe in diesem Corona-Fall gut funktioniert haben. Das später infizierte Kind habe sich in der Grundschule in einer Kleingruppe mit neun Kindern befunden. Die Abstandsregeln und Vorsichtsmaßnahmen seien eingehalten und auch dokumentiert worden, sodass das Gesundheitsamt die Kontakte gut nachvollziehen habe können. Alle beteiligten Kinder und Lehrer seien vom Gesundheitsamt zudem nochmals eingehend befragt worden.

Lob für Verhalten der Schulleiterin

Der Schulleiterin Kristina Niemeyer zollt Fachbereichsleiterin Regina Bresser ein Lob für schnelle Information und umsichtiges Verhalten. Mit Beteiligung der Eltern, der Schulpflegschaft, des Schulträgers und der Schulaufsicht sei ein hohes Maß an Transparenz geschaffen worden.

Sicherheitssystem auch bei Wiederzugang für alle Kinder in den Kitas

Dass ein System gut funktioniert, darauf setzt Regina Bresser auch bei der Wiedereröffnung der Kindertagesstätten, die das Land NRW für den 8. Juni angesetzt hat. Dann sind die Kitas wieder für alle zugänglich. Bislang gab und gibt es noch eine Notbetreuung, die zuletzt auch in Halle bereits erheblich ausgeweitet worden war. Allein in den drei städtischen Kitas (Künsebeck Hochstraße, Stockkämpen und Beckmanns Hof) befinden sich Bresser zufolge etwa 60 Kinder in der Notbetreuung, nachdem diese für weitere „systemrelevante” Berufsgruppen der Eltern geöffnet worden war.

„Erzieherinnen freuen sich riesig auf die Arbeit mit Kindern“

Es gibt also Erfahrungen im Umgang mit Kindern unter Corona-Bedingungen. Doch an den Normalbetrieb gibt es nur ein vorsichtiges Herantasten und weiterhin erhebliche Einschränkungen gegenüber den Vor-Corona-Zeiten, wie Regina Bresser schildert. Das bedeutet, dass Eltern die Kitas beim Bringen oder Abholen der Kinder nicht betreten dürfen. Die bleiben in ihren festen Gruppen. Gemeinsames Spielen in offenen Gruppen, wie es sonst durchaus üblich wäre, findet bis auf weiteres aus Gründen der Kontaktminimierung nicht statt. Schließlich sind auch die Betreuungszeiten um jeweils zehn Stunden reduziert. Je nachdem, was Eltern an Betreuungszeit gebucht haben, werden die Kleinen nur 15, 25 oder 35 Stunden in der Woche betreut. Das bedeutet, dass die Betreuung maximal von 7 bis 14 Uhr dauert. „Wenn es darüber hinaus in Einzelfällen Betreuungsbedarf gibt, werden wir Lösungen sicher finden“, ist Bresser zuversichtlich.

Eine Maskenpflicht gebe es nicht, so Bresser. Hier könnten Erzieherinnen aber auch nach ihrem eigenen Sicherheitsbedürfnis entscheiden. Wichtig ist Bresser, dass nunmehr für alle Kinder wieder feste Tagesstrukturen geschaffen werden und die Kitas personell gut aufgestellt seien. „Und vor allem freuen sich Erzieherinnen riesig auf die Arbeit mit Kindern“, weiß die Fachbereichsleiterin.

 

 

 

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