Rot-Grün setzt Investorenmodell für Neubaugebiet Masch in Halle durch
Nur einer soll’s machen

Halle  (WB/SKü). Die Bebauung des Neubaugebietes Masch (auf den beiden bald ehemaligen Sportplätzen) soll komplett an einen Investor vergeben werden. Die Stadt will dazu das Grundstück mit später zu definierenden Erschließungs- und Bauverpflichtungen in einem europaweiten Vergabeverfahren ausschreiben. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag an den Rat fasste der Haupt- und Finanzausschuss mit sieben Stimmen von SPD und Grünen (bei inhaltlicher Unterstützung durch die FDP) gegen fünf Stimmen von CDU und UWG.

Sonntag, 14.06.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 14.06.2020, 15:14 Uhr
Hier ein Blick auf die Sportplätze Masch, wo die Stadt demnächst ein Neubaugebiet ausweisen möchte. Foto: Fälker/Archiv
Hier ein Blick auf die Sportplätze Masch, wo die Stadt demnächst ein Neubaugebiet ausweisen möchte. Foto: Fälker/Archiv

Wolfgang Bölling (SPD) hält ein Investorenmodell für die beste Lösung, denn man wolle in dem Quartier Masch ein sehr anspruchsvolles Konzept umsetzen, sowohl bei energetischen Fragen als auch preisgünstigen Sozialwohnungen. Das Areal sei auch nicht mit dem Neubaugebiet Gartnischkamp vergleichbar. Grünen-Bürgermeisterkandidatin Dr. Kirsten Witte hält das Modell auch deshalb für eine gute Idee. weil ein starker Investor durch die Mischung von sozialem und frei finanziertem Wohnungsbau die relativ teuren Tiefgaragen quer finanzieren könne. Lokale Unternehmer könnten in Arbeitsgemeinschaften zum Zuge kommen, außerdem solle man die KWG und die TWO mit einbinden.

Große Lösung oder kleinteilige Erschließung?

Karl-Heinz Wöstmann (UWG) zeigte sich nicht von der großen Lösung überzeugt. Man solle die Ausschreibung des Neubaugebietes besser in kleinere Lose aufteilen, die auch für heimische Unternehmen interessant seien. CDU-Bürgermeisterkandidat Thomas Tappe meinte, dass die 3,5 Hektar große Fläche keine Größenordnung sei, die von einem Generalunternehmer erschlossen werden müsse. Man wolle hier auch kostengünstige Sozialwohnungen erreichen und die CDU stelle in Frage, ob das mit dem Investorenmodell erreicht werden könne. Die CDU habe mit Fachleuten gesprochen, das ganze sei kleinteiliger hinzubekommen. Fachbereichsleiter Keil meinte, dass man sich bei kleinteiligen Lösungen konsequenterweise vom Planungskonzept (Querfinanzierung von Tiefgaragen) verabschieden müsse.

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