Kommentar zur Debatte um eine Landesgartenschau in Halle
Ideen sollten wachsen können

Mit dem leider sehr massiven Widerstand von SPD und Grünen ist das Projekt Landesgartenschau eigentlich schon tot, bevor es vernünftig an- und weitergedacht worden ist. Der Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft wird sich angesichts der Kritik womöglich gefragt haben, warum er überhaupt nach Halle eingeladen worden ist.

Samstag, 13.06.2020, 05:05 Uhr aktualisiert: 14.06.2020, 15:22 Uhr
Landesgartenschauen ziehen hunderttausende Besucher an. In Halle sollte man überlegen, eine solche Schau im Altkreis interkommunal zu organisieren und mit Themen wie Klimawandel im Teuto auch wichtige Strukturhilfen zu erlangen, meint der WB-Kommentator. Foto: Oliver Schwabe
Landesgartenschauen ziehen hunderttausende Besucher an. In Halle sollte man überlegen, eine solche Schau im Altkreis interkommunal zu organisieren und mit Themen wie Klimawandel im Teuto auch wichtige Strukturhilfen zu erlangen, meint der WB-Kommentator.

Doch lassen wir in Sachen Landesgartenschau (LGS) an dieser Stelle doch einfach mal die Fantasie blühen. Warum muss eine LGS eigentlich nur in Halle stattfinden? Warum denkt man nicht interkommunal? Vier Kommunen im Altkreis sind seit kurzem durch die A33 verbunden, die mit gleich sechs Grünbrücken auf wenigen Kilometern die wohl grünste Autobahn Europas ist. Alleine hierzu ließen sich spannende LGS-Themen entwickeln. Es gibt entlang der A33 hochattraktive Orte (Schlösser, Burgen und, und, und...), die mit Strukturhilfen, die aus den üppigen LGS-Fördertöpfen gespeist würden, langfristig weiter gestärkt werden könnten.

Eine LGS muss keine heile Welt vorgaukeln. Sie könnte die Folgen des Klimawandels im Teuto zum Thema machen und strukturelle Gegenmaßnahmen im Wald durch das Land fördern lassen. Auch hier könnten mehrere Orte profitieren. Weiterhin könnte unsere Gastronomie und Hotellerie die Ankurbelung des Tourismus wahrlich brauchen, indem die Region landesweit auf sich aufmerksam macht. Und eine LGS würde speziell hier auf viele von Gärten begeisterte Menschen treffen. Man denke nur an den Erfolg der Aktion „Offene Gärten“. Fazit: Es spricht einiges dafür, das zarte Ideen-Pflänzchen LGS noch wachsen zu lassen.

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