Auch in Halle bleiben die Türen bis auf weiteres dicht
Krankenhaus untersagt Besuche

Halle (WB/SKü). Es gibt erfreuliche und weniger gute Nachrichten zu dem Teil-Shutdown im Kreis Gütersloh wegen der Vielzahl von Neuinfektionen bei Tönnies . Als unmittelbare Reaktion darauf hat das Klinikum Bielefeld für alle seine drei Standorte die Besuche von Patienten bis auf weiteres untersagt. Dies bedeutet, dass auch am Krankenhaus Halle Besucher in nur in absoluten Ausnahmefällen (zum Beispiel bei lebensbedrohlichen Lagen) zugelassen werden.

Donnerstag, 18.06.2020, 20:00 Uhr
Blick aufs Haller Krankenhaus. Foto: Klinikum Halle
Blick aufs Haller Krankenhaus. Foto: Klinikum Halle

Die vom Kreis verfügte sofortige Schließung aller Schulen und Kitas hat unter anderem zur Folge, dass die von vielen Kindern herbeigesehnten Abschlussfeiern für die Viertklässler nicht stattfinden können. Es bleibt allerdings den einzelnen Schulleitungen überlassen, wie sie unter den geltenden, scharfen Einschränkungen eine Zeugnisübergabe an die Kinder gestalten. Marion Liesen, Rektorin der Grundschule Hörste, sagte dem WB, dass man sich im Kollegium hierzu noch Gedanken mache, um vielleicht doch noch ein wenig von besonderen Momenten für die Kinder zu retten.

Schulabschlussfeiern finden statt

Dass an der Gesamtschule Halle an diesem Wochenende doch noch eine offizielle Verabschiedung der Schüler des 10. Jahrgangs stattfinden kann, dafür hat sich Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann im Kontakt mit dem Kreis und Amtskollegen persönlich eingesetzt. Bekanntlich ist dies der erste Jahrgang der im Aufbau befindlichen Schule, der einen Abschluss feiert. Aus Sicherheitsgründen gibt es für die vier Klassen von Freitag bis Sonntag getrennte Feiern mit Schülern und Eltern an vier verschiedenen Terminen unter Wahrung der Abstandsgebote. Unter besonderen Bedingungen findet in der kommenden Woche auch eine Outdoor-Abifeier am KGH statt.

Anne Rodenbrock-Wesselmann berichtete dem WB von vielen Anrufen verärgerter Eltern, die sie seit Mittwoch erreicht haben. „Die Schließung der Schulen und Kitas tut richtig weh, und bei vielen Kindern sind die Tränen geflossen. Ich habe für diesen Frust ganz viel Verständnis“, sagte sie.

Kinder in Notbetreuung

Derweil werden die Corona-Notgruppen an Grundschulen und Kitas wieder stark genutzt. Wie Hermann Bußmeyer von der Stadt Halle mitteilt, sind in der städtischen Kita Beckmanns Hof 22 Kinder (nächste Woche 35) in der Notgruppe aufgenommen bei 74 Plätzen insgesamt. In Stockkämpen sind aktuell 15 Kinder (17 nächste Woche) in Notbetreuung und in der Künsebecker Kita Hochstraße sind von 75 Plätzen aktuell 43 (nächste Woche 51) notfallmäßig belegt. Die Elternnot ist groß.

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